Dienstag, März 31, 2009

Girl in the Strom


Half Light (Brett Rosenberg)

Montag, März 30, 2009

unterwegs 32

David Alfaro Siqueiros - Birth of Fascism (1936)

unterwegs
32

Die Welt blutet und nichts bleibt
von unsrem Tag, nichts als leere
Patronen und nackte Knochen…

Miroslav B. Dušanić

Francisco de Goya y Lucientes: Der Koloß (1808 - 1810)

Mensch...
Er ist es,
der jene Kugeln gießt.
Er auch, der
Sie aus Patronen schießt.
Er ist es,
Der die Knochen zerbricht.
Er auch, der sie wegräumt,
für seine gute Sicht.

© by Πέтρος

Залазак сунца

Моја прва пјесма:

написана је 1978. године као писмени рад на часу (тадашњег) српско-хрватског / хрватско-српског језика, код моје изванредне наставнице Стојанке Новић.

© by Bojan Mavsar - Intermezzo In Heaven
Залазак сунца

Гаси се ватра жар полако тиња
задњи трачак свјетла на западу гине
сахрана му тихо ка гробљу корача
кроз алеју звијезда под окриљем тмине

Угашене ватре гар разноси вјетар
јецајући болно у души пјесника
два блистава ока унакази гавран
пролише се сузе теже од челика

У поплави тмине новембарске ноћи
нестао је грумен небескога злата
спасите ме људи у тами се губим
већ осјећам њене прсте око врата
(1978)

Мирослав Б: Душанић

alexis

© by Angelika Demel

Аmor

Miroslav B. Dušanić - Аmor

Samstag, März 28, 2009

Плашим се:

Miroslav B. Dušanić - Innenhof von nebenan

Плашим се:

смијеха туђој несрећи
сопственог оплакивања
зрака и смрада који са њим удишем
дана и његових слика
да никада не заспим и будем присиљен заувијек да преживљавам ове слике
ноћи и оног грозног што из ње израња
да се не пробудим у погрешно вријеме...

Плашим се што се свега плашим.

Мирослав Б. Душанић

o. T.

Miroslav B. Dušanić - o.T.

Donnerstag, März 26, 2009

Camouflage 2 & 3



Miroslav B. Dušanić - Camouflage 2 & 3

Mittwoch, März 25, 2009

fritz monjau


fritz monjau

der rauch stieg auf
der rauch stieg alltäglich auf

und färbte den himmel im herbst grau
und färbte den himmel im winter grau
und färbte den himmel im frühling grau
und färbte den himmel im sommer grau

in weimar wusste niemand von nichts
und dann warst du tot

Miroslav B. Dušanić

Zahngold in Auschwitz

Auschwitz

von jedem menschen
die haare, zuhauf,
was nicht schon
zu filz verarbeitet
ist dem betrachter
preisgegeben.
schau doch,
blondes haar,
braunes, schwarzes,
kurzes, langes,
glänzendes,
stumpfes,
gepflegtes...
gestopft in einen
container aus glas.

brillen,
von klaren augen,
verlorenen, trüben,
von augenblicken,
starr oder direkt,
traurig und fröhlich,
ernst und verstohlen,
hilflos und fest,
gelenkt
ins diesseits und jenseits,
einst,
doch hier
einst gebrochen....

die goldkronen sind weg,
rausgerissen,
rausgezerrt
mit zangen,
gierig,
aus leichen,
die wehren sich nicht,
brauchgold ist ziergold,
hat keinen stempel,
der seine herkunft
benennt,
unsichtbar jetzt.
zieren vielleicht
als piercing-gold
nabel und zunge,
oder als schließe
die kette
den hals der schönen,
das ohr, den arm.

und dann,
als sollte man noch mehr
ertragen
als wärs nicht schon genug,
von jedem kind
die schühchen,
die strauchelschühchen
vom kindchen,
dem kleinen,
das gehen lernt,
die braunen vom bübchen,
das mit dem pferde reitet,
und dem waghalsigen,
das gerne im matsch spaziert,
die kleinen weißen aus seide,
die tanzschuhe,
diese zarten vom mädchenfuß,
zu klein um nicht zu bezaubern
mit ihrer unschuld...
sind da,
zu hunderttausenden
in den schaukasten gepfercht.

oh, elend der erkenntnis,
- beklemmung -
diese welt findet
keine ausflüchte mehr,
keine,
und jede selbstgefällige
erklärung wie
die neue welt sein soll,
wie der mensch ist,
sein kann, sein sollte,
versickert,
versickert im glaskasten
der gefüllt ist
mit haaren
und brillen
und schühchen,
und dem atem
dem blick
dem zaudern
dem stolz
der menschen,
die unauslöschlich
unsere nächte bevölkern,
den halbschlaf,
und die schuldhafte
ausweglosigkeit
mit hilfloser gegenwart
und
zweifelhafter zukunft belasten...
(1998)

© by Gabriele Brunsch

Gebetstücher in Auschwitz

Fotos: Archiv Gedenkstätte Buchenwald (l.)/Hahn

Dienstag, März 24, 2009

Camouflage 1

Miroslav B. Dušanić - Camouflage 1

Montag, März 23, 2009

Spirit

Miroslav B. Dušanić - Spirit

Sonntag, März 22, 2009

Die Realität des Schreckens

Installation (Fotoausschnitt): Menash Kadishman - Shalechet (Fallen Leaves)
Die Realität des Schreckens

Mitten im Umbruch gibt’s keine Regeln. Vergeblich versuchen wir uns von blutigen Auseinandersetzungen fernzuhalten. Die Friedhöfe wachsen. Das Blut verschleiert unsre Augen. Die Welt ist ein einziges großes Kriegsfeld geworden. Wer nicht spielt, ist schnell weg vom Fenster… Zu wem, zu welchem Gott können wir noch gehen?

Miroslav B. Dušanić

Samstag, März 21, 2009

Jorge Luis Borges


"Nuestra memoria elige lo que debemos recordar u olvidar...si cada cosa se convirtiera en inolvidable, nos volveríamos locos."
Jorge Luis Borges


Wo sind sie?, fragt die Elegie,
sie, die nicht mehr sind, als ob es
eine Region gäbe, wo das Gestern
das Heute wäre und das Noch und Immer.

Jorge Luis Borges - Der Tango

Freitag, März 20, 2009

In Vivo

Handy-Photo (Nokia 6120 classic): © by Miroslav B. Dušanić - In Vivo

Ich flieg, ich flieg


Ich flieg, ich flieg

Ich flieg, ich flieg
Du hast den schneeweißen Sieg
Ich flieg, ich flieg
Einsam ich den Hammer bieg.

Ich tanz, ich tanz
Du nimmst dir davon den Glanz
Ich tanz, ich tanz
Ich flecht mir nen Blumenkranz

Ich sprech, ich sprech
Du hörst immer häufiger wech
Ich sprech, ich sprech
Ich trommel Grieg auf dem Blech

Ich sing, ich sing
Du forderst, dass ich eindring
Ich sing, ich sing
Dir noch eine warme Milch bring.

Ich lieb, ich lieb
Du nimmst sie mit, du Dieb!
Ich lieb, ich lieb
Seh´ zu wie der Liebessand rinnt durchs Sieb.

Ich geh, ich geh
Du sagst, es tät deinem Herzen weh
Ich geh, ich geh
Ich mich nicht noch einmal umdreh.

Ich wein, ich wein,
bist doch in meinem Herzelein.
Ich wein, ich wein
Bleib hart, es muss so sein.

Du Liebes du, Du Liebes du,
flötest du übern Sonnenrand
ganz galant
am nächsten Tag wie allbekannt.
Ich ruf, “ lässt du mich nie in Ruh?“
Schmelz dahin wie Butter
Deine Worte sind wie Futter
Für meine zerschundene Seele
Der es wirklich an alles fehle
Keuch ich stündlich in den Spiegel
Der mich anstarrt, wie dein Siegel
„Du Liebes ,du Liebes du“
Flüsterst du am Morgen
Und ich beginn ihn ohne Sorgen
Alle Vorsätze sind nun verborgen,
dich zu verlassen
und zu rasen durch die Gassen,
befreit von einer Sucht
die schmeckt wie eine süße Frucht.
Ja meine Sucht bist du, ja du..!!
Und ich? Dein liebes Du

Ich flieg, ich flieg
Du erringst den zärtlichen Sieg
Ich flieg ich flieg
Du Liebes Du…ich dafür krieg.

© by Angelika Demel


© by Прашинка Прашинкова (Prashinka Prashinkowa)

Donnerstag, März 19, 2009

unterwegs 31


unterwegs
31

wenn frühling sich erfüllt / sehne mich nach jenen zeiten zurück / egal in welcher straße deine schattenliebe bin ich…

Miroslav B. Dušanić


Bilder: © by Mile Albijanić

Augenblick

Handy-Photo (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - Augenblick

Mittwoch, März 18, 2009

Док се лишће труло...


Док се лишће труло за ципеле лијепи,
низ улицу пусту јецају кораци...
На гранама висе све шишмиши слијепи.
Чега ли су ово предзнаци и знаци?

Да ли гласник смрти присуство открива,
ноћне виле славље припремају тајно?
Или тијело моје само снове снива
о животу другом, гдје бих био трајно?

Мирослав Б. Душанић

Ludwig Wittgenstein

© by Angelika Demel - place of prayer for all religions


"whereof one cannot speak, therof one must be silent"
Ludwig Wittgenstein

Schizophrenie

Handy-Photo (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - Schizophrenie


ein ich-weiß-nicht-was, das bleibt

ernesto cardenal

liege still und rühr mich nicht:
warten aufs vorübergeh’n –
tue so als wär ich nicht
alles ist ein traum

van gogh schnitt ein stück ohr sich ab
kurt malt mit seinem blut
ruth kann das nicht – ihr blut ist weiß
norbert erschlägt sein kind

zwangsgejackt verstumme ich
mein körper ist nicht da
der kopf schmerzt mich – ich hasse ihn
nun mache ich ihn tot

© by Elsa Rieger

Dienstag, März 17, 2009

Serbische Ethnomusik: Marijo bela kumrijo

Маријо бела кумријо

Marijo, deli bela kumrijo, mori,
što ti je, Maro, krotko, mori, 'odenje ?
Što ti je, Maro, ti'o, mori, zborenje ?

Da li ti, Maro, težit stomnite, mori,
ili ti, Maro, težit, mori, đerdani ?

Nito mi, ago, težit stomnite, more,
nito mi, ago, težit, more, đerdani.

Toko mi, ago, teži merakot, more.
Moj merak, ago, mi je, more, daleko.
Маријо, дели бела кумријо, мори,
што ти је, Маро, кротко, 'одење?
Што ти је, Маро, ти'о, мори, зборење?

Да ли ти, Маро, тежи стомните, мори,
или ти, Маро, тежит, мори, ђердани?

Нито ми, аго, тежит стомните, море,
нито ми, аго, тежит, мори, ђердани.

Тако ми, аго, тежи меракот, море.
Мој мерак, аго, ми је, море, далеко.


Jovan Maljoković Balkan Salsa Band


Predrag Gojković Cune, Madam Piano i Stupovi


Pavle Aksentijević i Grupa Zapis


Pavle Aksentijevic i grupa Zapis


Dragana del Monaco


Grupa Iskon iz Subotice


Braća Teofilovići


Ansambl "ETNOPEDIJA" - Novi Sad


Narodni orkestar ROGALJ

Montag, März 16, 2009

Freud und sein Patient

© by Angelika Demel: Freud und sein Patient

Sonntag, März 15, 2009

жал за изгубљеном пјесмом

© by Gregory Jacobsen
Fermenting Head and Torso Aggregation Detail

жал за изгубљеном пјесмом

она је познавала дужину ноћи
путању мјесеца
она је звијездама одузимала свјетлост
и сакривала је у бисерну огрлицу
она је зауздала јахача
и коња му одузела
и одгалопирала између бреза
она је затруднила
и у утроби својој камен носила
она је окаменила
она је умрла
она је била гомила костију
она је била мрља и мање од тога
носио сам је увијек са собом
у малом прсту
у малом џепу
у табакери
ненаписану
неизрецитовану
нестварну

и данас понекад загледам у мјесец
одмахнем руком и кажем:
штета те пјесме
ње су уста била пуна
и груди набрекле
ње су очи биле сите
била је родна
била је згодна и сама
довољно је било пружити руку
и опипати њено лице
довољно је било у њеном правцу
пружити прст и наслутити вјечност
она је била рука
и у руци грумен шећера
она је била бистра течност
или можда мутна крв из вене
она је била дио природе
дио мене путника прашњавог и знојног
она је читавих 360 степени
носио сам је сасвим лако
пртио на леђа
угуравао у аутобус
она је била сјенка
и одлепршала попут вјетра
да ли с птицом
да ли с птицом
питам се

Мирослав Б. Душанић

© by Gregory Jacobsen

...wem mag ich die schuld geben,
für dieses missgeschick, das so
einseitig ungeschickt, daherkommt...

dem wind, vielleicht, der stürmisch weht?

dem tand und putz, der linkisch sie
und hilflos macht für diesen angriff?

der mode, die ihr ein unterkleid verbietet?

der lust, die glaubt, nur so sei sie verführerisch?

dem maler, der sich amüsiert
und grinst als er sie malt?
...
was ist sie, diese frau,
die köstlich reduziert
auf diesen weichen warmen grund,
den gierig alle welt umkreist?
als sei sie pol von allen polen,
kopflos-formlos preisgegeben,
offen, freigestellt am pranger,
geifernd geiler brunft und gier,
ein schön verpacktes stückchen fleisch,
ein mannigfach umhüllter leckerbissen,
ein mädchen, eine kleine frau, ein kind,
das (an)mutig harrt, fuß an fuß gestellt,
und – möglich wär’s, nicht einmal weiß,
was hier mit ihr gechieht.
...
ein namenloses weib,
namenlos hineingestellt,
in die namenlose landschaft,
in den namenlosen wust
faltenreicher, zarter stoffe,
bänder, schleifen, schlaufen,
reich verziert, gerafft, geschmückt,
so viel und trotzdem „w ü r d e l o s“.
...
was alles ist darin:
verhüllte hässlichkeit,
verhüllte schönheit,
versteckter mut,
versteckte angst...
...
was gibt es preis:
die schamlose not des malers,
die geilheit des betrachters,
und die ohnmacht,
immer wieder,
endlos perpetuiert...

die zweiteilung der welt
ein glückloses spiel
von macht und ausbeutung,
und dieses bild darin
ist nur ein irrwitziger
heiterer auswuchs,
und alles ist...
nicht weniger kläglich,
nicht weniger abscheulich,
nicht weniger erbärmlich...

© by Gabriele Brunsch

Samstag, März 14, 2009

I love so well




Handy-Photos (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - I love so well I - III

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Oh Himmel!

Wolken tanzen sirren
flirren auf dem blauen
Himmelszelt
ballen, wallen, kugeln

weiß und froh
grau und trüb

Tränen tropfen
kalte Flocken flattern
je nach Stimmungslage

Wolkentiere winken
lassen
Träume fliegen

© by Elsa Rieger

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Без мотива

Jer dane ove svršiti mi treba
predstavom živom sna mladosti moje;
jer Bog nam šalje utehu sa neba
kad sveta ovog potamne nam boje.

О, ових дана кад нас слабо слуша
и бог и нада и разум очајан;
О, ових дана кад се запенуша
дубином душе гнев скривен и трајан;

Код нас опет, као у сну мучном
загрли беда велика и жива,
а болно срце у трзању жучном
процвали страсном песмом без мотива.

О, у те дане да ми се пренети
у непознате, егзотичне краје,
предео далек, где ће ме узети
природа добра с душом мојом да је,

к'о добра мајка, утеши, уљуља
у сетној песми мога завичаја,
тамо далеко, од заразна муља
живота нашег, испод тропског сјаја

сунца што буди на покрет и наду,
животом блешти и греје и пече.
Ту бих, под старим дрветом, у хладу,
доче к'о мирно и дубоко вече.

Заборавио прошли живот кужан.
С факирском вером дочекао ту бих
сан дубок, вечан и жељан и нужан,
сам, лишен свију доживљаја грубих.

Награду целу добио бих тада
за цветно доба својих идеала
и јесен њину у понору јада
за дугу борбу у животу жала,

за слом идеја и неуспех вере
отрован мозак и срце прозукло,
срам сиромаштва што га немар пере
и, некад силно, уздање умукло.

Јер јужне звезде, чини ми се, сјају
к'о над судбином ми љене очи што су,
Јер природа ће у том чудном крају
можда на њену мирисати косу;

Јер дане ове свршити ми треба
представом живом сна младости моје;
јер Бог нам шаље утеху са неба
кад света овог потамне нам боје.

Сима Пандуровић / На овом мјесту велико Хвала Aleksndri /

Сима Пандуровић (Београд, 14.01.1883 – 27.07.1960)

auf der spur




Handy-Photos (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - auf der spur I - III

Freitag, März 13, 2009

imaginationsreise

Grenze © by Oleg Nestyorkin
(Граница - Олег Нестёркин)

imaginationsreise

und manchmal
sie kehrten zurück
für den bruchteil einer sekunde
in eine welt jenseits von hier
wo die tore einladend offenstehen

und sie liebten sich
um diese zeit zu feiern
aber es war eine art von schmerz
kurz vor dem ersticken
in der dunkelheit

Miroslav B. Dušanić

Mittwoch, März 11, 2009

The Street Complex





Handy-Photos (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - The Street Complex 1 - 4


Der Straßen Komplex ist
das Leben vieler Leben,
Graugrau mit rostigem Rot,
Blutrot, fleckig eingedickt,
davon in Monotonie erstarrter,
kästchenweise geäderte Raster,
vorgedacht und ausgefüllt.
Schenk mir die Worte
mich hinwegzuträumen,
Klack... klack... den Mut,
mich hinwegzuretten.
Schritte, verklungen, verrauscht,
verzagtes Tapp-Tapp,
entlang der Spur, so farblos,
lückenlos gefüllt mit nur
der einen Form, befriedigt,
schattenhaft Nuancen nuancierend,
ohne den Lichtpunkt, ohne den
Klang, der zart den Sinn verzaubert,
der aus dem Gleis springt,
mehr will als nur den Akt,
entartet, platzt und Grün gebiert.

© by Gabriele Brunsch

Dienstag, März 10, 2009

Blick




Handy-Photos (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - Blick

Montag, März 09, 2009

18

Handy-Photo (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - Raum I

18

Die Stille zittert vor Angst.
Ich atme den Mond.
Nacht für Nacht
engt sich der Raum ein.

Miroslav B. Dušanić

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°


„Ach,“ sagte die Maus, „die Welt wird immer enger jeden Tag: Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte; ich lief weiter und war glücklich, dass ich in der Ferne rechts und links Mauern sah: aber diese Mauern liefen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin; und dort im Winkel steht schon die Falle, in die ich laufe.“ – „ Du musst nur die Laufrichtung ändern,“ sagte die Katze...

Franz Kafka

Sonntag, März 08, 2009

unterwegs 30

© by Alex Pardee

unterwegs
30

keine gesichter mehr
die bühne völlig leer

jetzt spricht stille
und kalter rauch
aus meinem herz

Miroslav B. Dušanić

Nikola Tesla (1856-1943) in Öl


85 Jahre galt das einzige Porträt-Gemälde des Elektrotechnik-Genies Nikola Tesla als verschollen. Der Ölgemälde wurde erstes Mal am 01. 03. 1916 in New York der Öffentlichkeit präsentiert. Das ist einzige vom Nikola Tesla selbst autorisierte Porträt. Das Gemälde stammt von der Malerin Vilma Fürstin Lwoff-Parlaghy (1863-1923).

Vilma Fürstin Lwoff-Parlaghy und Nikola Tesla auf der Titelseite der "New York Times"

Das Ölgemälde wurde vom gebürtigen Husumer Ludwig Nissen (1855-1924) neben vielen anderen Kunstschätzen aus dem Nachlass der Malerin ersteigert. Nissen war 1872 in die USA ausgewandert, dort eine Bilderbuchkarriere hingelegt und sich zum Millionär hochgearbeitet. Er gründete eine Stiftung, aus der 1937 das Nissenhaus - das heutige Nordsee-Museum - hervorging.

Das Ölgemälde als Teil der museumseigenen Sammlung landete im Magazin. Das als „Herrenporträt“ inventarisierte Gemälde wurde 1991 vom Kunsthistoriker Dr. Cornelius Steckner Nikola Tesla zugeordnet. Das blieb aber unbeachtet. Erst nach sehr aufwendigen Recherchen des Belgrader Tesla-Museums wurde es im Fundus des Nordsee-Museums in Husum wiederentdeckt. Dessen Leiter, Dr. Sven-Hinrich Siemers, ein Archäologe, grub das „Porträt“ schließlich wieder aus. Das Gemälde wurde von der Diplom-Restauratorin Susanne Gerlach restauriert und am 02. März 2009 feierlich der Öffentlichkeit präsentiert.

Schleswig-Holsteiner Zeitung berichtet darüber: „Einzigartig ist Lwoff-Parlaghys Porträt aber nicht nur, weil es nur dieses eine gibt, sondern auch wegen der Art, wie es den "Meister der Blitze" in Szene setzt. Das Licht, in das es Tesla taucht, hat dieser im Atelier der Künstlerin selbst installiert. Den Besuchern der Pressekonferenz von 1916 erschien das Genie in einem seltsamen Blauschimmer. Ein Effekt, den Tesla mittels blauer Filter erreichte. Und so ging das Ölgemälde auch als "blue portrait" (blaues Porträt) in die Technikgeschichte ein."

Nikola Tesla - Porträt um 1935
Vielen Dank an George! (Semsakrebsler)

Samstag, März 07, 2009

unterwegs 29

© by S. Seelert

unterwegs
29

bin gefangen…nur die stille flüstert damit meine seele nicht mehr weint...

Miroslav B. Dušanić