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субота, 19. новембар 2016.
уторак, 24. мај 2016.
Петер Хандке: Читава планета зове се Југославија
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| Петер Хандке у Великој Хочи |
Хвала НАТО. Хвала велики и мали писци, од Гарсије Маркеса до Гинтера Граса, од Кензабура Ое до поткоманданта Маркоса због оног што нису написали. Хвала Папи и Ватикану због његове беле блажене тишине. Велики корак за човечанство! Међутим, за оне који се на нашој планети Земљи још нису претворили у Марсовце и остале Зелене кољаче, њихова домовина је, почевши од 24. марта 1999. године, Србија, Црна Гора, Република Српска, Југославија. »Марс напада«, и за време марсовских напада Хелсинки, Мадрид, Алжир, Дар ес Салам (»кућа мира«), Јерусалим, Јерихон, Багдад, па чак и Лондон, Париз, Берлин и Вашингтон ће бити део Југославије!« (»Из јутарње буке војног аеродрома Вилакубле«, недалеко од Париза.)
Петер Хандке
/Књижевне новине, ратно издање, Београд, 5. априла 1999./
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| Мирослав Б. Душанић |
понедељак, 08. април 2013.
среда, 22. фебруар 2012.
субота, 24. децембар 2011.
(Der Große) Peter Handke: Der Große Fall
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ISBN: 3518422189 |
Die Zeit der Geschichte vom Großen Fall war auch die der großen und kleinen Kriege. Die großen wurden, ohne dass ein Ende abzusehen war, ausgetragen in den, für uns Hiesige, uns Westler, dritten Ländern, die kleinen aber bei uns daheim, tagaus und nachtein, anders tödlich, und auch da kein Ende abzusehen. Bürgerkriege? Unsinn: die scheinen bei uns jedenfalls, ausgereizt, und würden sie doch wieder aufleben, so wären sie, wie seit jeher die Bürgerkriege, nicht klein, vielmehr die größten, oder die grausamsten. Nein, im jeweils eigenen Land war das die Zeit der Nachbarnkriege, ein irreführender Ausdruck, weil da immer nur zwei aufeinander losgingen und sich deren Familien, wenn sie, eine Seltenheit, überhaupt eine hatten, in der Regel aus den Kampfhandlungen heraushielten. Und trotzdem waren es Kriege wie nur welche. An einen Friedenschluss war, im Unterschied zu den großen Kriege, wenigstens denen von früher, nicht zu denken. Der Nachbarnkrieg konnte nur enden mi t dem Tod, dem so oder so gewaltsam eines der beiden Kriegführender gemeinsam. Worte standen außen Frage, und sowie nicht mehr geschrien wurde, hieß das: der tödliche Ausgang, ein- oder zweifach, war nahe.
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ISBN: 3518422189 |
In den Zeitungen gab es besondere Rubriken dafür, die sich täglich verlängerten. Gründe für diese Kriege: keine, weder der Lärm, noch eine andere Sprache, Hautfarbe, Religion noch gar das vielleicht uranfängliche Einandernichtriechenkönnen. Meist waren die kriegführenden Parteien Leute ungefähr gleichen Alters, hatten einen ähnlichen Beruf, eine ähnliche Herkunft, verwendeten ähnliche, meist Fachausdrücke, wie sie einander überhaupt in allem ähnlich waren. Gesellschaftswissenschaftler hatten versucht, eine Erklärung darin zu sehen, die lange Friedenszeit in unseren Breiten habe, als eine Art von physikalischer Kraft, im Innern der Einzelnen den Raum geschaffen, für einen ungeheuren Hass auf alles und jeden, und der dränge dazu, ausgelebt zu werden, und zwar an dem unmittelbaren Nachbarn – der noch um eine Tür oder noch ein Haus weiter käme als Objekt schon nicht mehr in Betracht, man wäre, oder spielte, mit dem sogar eigens gut Freund. Mit solchen Gründen waren jene Psychophysiker freilich nicht durchgedrungen. Die Nachbarnkriege galten weiterhin als unerklärliches Phänomen, was auch mit der Jähheit und urmenschhaften Wildheit zu tun hatte, womit die Gewalttätigkeiten jedesmal losbrachen. Ein Mann trat vor seine Gartentür, und sein Nachbar ging mit dem Weltkriegssäbel seines Vaters oder Großvaters auf ihn los. Ein anderer fuhr rückwärts aus seiner Garage auf die Straße und wurde gerammt von seinem Nachbarn, der ihm bei laufendem Motor schon die längst Zeit aufgelauert hatte. Wieder ein anderer wurde von oben mit siedenden Pech überschüttet, und noch einer, und, lang nicht der letzte in der täglichen Rubrik, bekam, während er feierabendlich auf seiner Terrasse die Zeitung umblätterte, von seinem unversehens durch das Gebüsch gebrochenen Nachbarn einen Nackenschlag mit einem Holzprügel, wie ihn Kain gegen seinen Bruder Abel kaum weniger wild geschwungen haben wird.
четвртак, 01. септембар 2011.
Peter Handke: Die Geschichte des Dragoljub Milanović
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| Verlag Jung und Jung, Salzburg / Wien 2011. ISBN: 3902497939 ISBN-13: 978-3-902144-93-2 |
Klappentext zu: Die Geschichte des Dragoljub Milanović
Es geschah am 23. April 1999 gegen zwei Uhr nachts, als Kampfflugzeuge der NATO das Gebäude des RTS, des Radio-Televizija Srbije, des serbischen Radio und Fernsehens, mit gezielten Bomben zerstörten und 16 Mitarbeiter den Tod fanden. Nicht unter den Toten war der Direktor des RTS, Dragoljub Milanović. Er hatte das Haus nach einem arbeitsreichen Tag eine halbe Stunde vorher verlassen, um sich schlafen zu legen. Er wäre nicht auf den Gedanken gekommen, dass der Sender mitten in Belgrad ein Angriffsziel sein könnte; blauäugig oder nicht, aber so war es. Die spätere serbische Regierung sah das unter veränderten politischen Zielsetzungen anders und verurteilte Milanović mit der Begründung, er hätte das gesamte Personal rechtzeitig evakuieren müssen, zu einer zehnjährigen Haftstrafe, die er seither in dem Gefängnis von Požarevac absitzt. Peter Handke erzählt diese Geschichte aus der Sicht eines Beobachters, der sich dagegen zur Wehr setzt, dass offenkundiges Unrecht ihm die Sprache verschlägt. So erzählt er, was war und was ist, zur Kenntnisnahme und mit Anteilnahme, vielstimmig und geradlinig zugleich.
Rezensionen:
Linksnet
Wiener Zeitung
NZZ Online
Vesti-online
субота, 30. април 2011.
Петер Хандке: Кукавице од Велике Хоче
| ДК “Св. Сава” – ХВОСНО |
Und jener letzte oder vorletzte oder erste Morgen in Velika Hoča, da ich, aus meinem Quartier durch das Hoftor auf den Dorfplatz getreten, mich auf die Stufen vor dem Tor setzte, da der eine kleine Streunhund sich zu mir gesellte, da die Enklaven-Kinder über den Platz zur Schule gingen, da die Enklaven-Alten sich aufmachten zu ihren hoffnungslos-heiteren Tagesrunden, da die Dorfplatzlinden grünten, und da unter uns allen ein illusionäres Einverständnis herrschte, nicht mit der Geschichte, bewahre, aber mit der Morgenluft, der Ratlosigkeit, dem Rundenziehen, dem Dasitzen…
понедељак, 31. јануар 2011.
субота, 06. фебруар 2010.
Peter Handke. Sein Buch. Ein Nachhall. Und Ich.
Irgendwann habe ich es geschrieben, auch in diesem Blog veröffentlicht…und noch immer hat sich (leider) nichts geändert…
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| Miroslav B. Dušanić |
Peter Handke. Sein Buch. Ein Nachhall. Und Ich.
Es gibt Tage
da blättere ich unaufhörlich
in Handkes Buch
suche bekannte Gesichter
in einer fremden Landschaft
und warte verängstigt
auf die Dämmerung und darauf
im Haus auftretende Stille
Es gibt Tage
da habe ich große Angst
die Nacht alleine zu verbringen
und gehe ganz ohne Laut
durch die Hildesheimer Straßen
weiter zum Horizont
auch wenn da keiner wartet
nicht einmal Peter Handke
Miroslav B. Dušanić
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| Hildesheim |
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| Peter Handke: Abschied des Träumers Winterliche Reise Sommerlicher Nachtrag
ISBN-10: 3518394053
ISBN-13: 978-3518394052 |
недеља, 03. јануар 2010.
недеља, 15. јул 2007.
Peter Handke: Lied vom Kindsein
Eine Inspiration durch Film „Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders und Peter Handkes Poem „Lied vom Kindsein“.
(Inspired by the movie "Wings of Desire" by Wim Wenders and the poem "Song of Childhood" by Peter Handke.)
Lied vom Kindsein
- Peter Handke
/Ausschnitt/
Als das Kind Kind war,
war es die Zeit der folgenden Fragen:
Warum bin ich ich und warum nicht du?
Warum bin ich hier und warum nicht dort?
Wann begann die Zeit und wo endet der Raum?
Ist das Leben unter der Sonne nicht bloß ein Traum?
Ist was ich sehe und höre und rieche
nicht bloß der Schein einer Welt vor der Welt?
Gibt es tatsächlich das Böse und Leute,
die wirklich die Bösen sind?
Wie kann es sein, daß ich, der ich bin,
bevor ich wurde, nicht war,
und daß einmal ich, der ich bin,
nicht mehr der ich bin, sein werde?
Song of Childhood
by Peter Handke
When the child was a child,
It was the time for these questions:
Why am I me, and why not you?
Why am I here, and why not there?
When did time begin, and where does space end?
Is life under the sun not just a dream?
Is what I see and hear and smell
not just an illusion of a world before the world?
Given the facts of evil and people.
does evil really exist?
How can it be that I, who I am,
didn’t exist before I came to be,
and that, someday, I, who I am,
will no longer be who I am?
Peter Handke: Lied vom Kindsein
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