Milić von Mačva - Verlassenes Land der heiligen Krieger (Милић од Мачве - Напуштена земља светих ратника)
unendliche kette
als ob ein jedes auge an der wand erdrückt
weit hinter gottes blick wo des gerichtes stimme
erschallt zum urteil ohne gunst
zu hunderten und tausenden
- dort im kern des abgrunds
sah ich noch mein land und leute auf eigener weid und wonne
im schein der alten sonne
und immer
war das volk der peitsche gut
als ob die zeit aus ihren antlitzen verblutet
und wäre alles erfüllt
wenn sie sich quälten wie hühner wenn
oben der habicht schwebt
Господе! Да ли се тајна искупљења
и спасења
само у признању крије?
Ако је тако... Крив сам! Признајем!
Носим са собом то сјеме проклетства
изреченог ко зна кад и којим поводом,
и признајем, све признајем, познато
и непознато,
па и оно накнадно надодато,
што учињена дјела чине још тежим
и трагичнијим.
Крив сам, крив сам и искрено се кајем,
признајем злочине
мојих умрлих предака, моје родбине,
и оних још нерођених
који ће их починити у моје име.
Господе! Ако се тајна искупљења
и спасења
само у признању крије...
Крив сам! Признајем!
Poesía es una antorcha
Enciende palabras
Ojos inmóviles
La ansiosa mirada de la muerte
Encendido rayo cada verso
En el naufragio de la noche
Ileso amante
del fiero abrazo de las peñas
Obstinado mar en la orilla
Ardiente voz de hoguera
Airado verbo
Turbada sangre
Sótano de caos
De hondura a tientas
Poesía colgada en el pecho
Llave maestra
Fiera tenaza de asalto
De lúbrico ardor
Sábana gris en celo
de la mujer que espera
Sed de cielos y tormenta
Indefensa muralla
de palabras
de entrepierna
Y este cuerpo harto en la intemperie
Granizada de precipitado beso
Al otro lado del reino
man sagt vom tod er spiele kleine spielchen.
zertanzt im straffen takt den atem dir
von eins nach zwei - von zwei nach drei...
und sind die würfel gut gefallen,
ist’s gruselspiel vorbei auf vier.
man sagt vom tod er tanze wilde tänze.
tanze in trance. er grinst und kichert irr.
schwingt sich beim zischen seiner sense
durch seufzernetze, schluchzernebel
gespinst aus frost - durchs schmerzgewirr.
man sagt vom tod er hätte einen plan.
man ahnte lange wen er reißend küsst.
das leben trüg den dunklen todesschimmer,
durch jahre, wochen, stunden und sekunden,
weil er von dem verhängnis wüsst.
man sagt vom tod er sei ein guter freund.
hielt dich sein arm sei alles leid vorbei.
so still das lied an deiner totenwiege,
kein wellenschlag, kein tropfenklang,
tonlos die schlummermelodei...
man sagt vom tod dass keiner ihm entkäme,
sinnlos der wunsch, kein quantum kauft uns ab.
dem zirkel seiner macht entrinnen,
herauszuwinden, sich ihm abgewinnen.
schon ausgehoben ist das grab.
El hombre imaginario
vive en una mansión imaginaria
rodeada de árboles imaginarios
a la orilla de un río imaginario
De los muros que son imaginarios
penden antiguos cuadros imaginarios
irreparables grietas imaginarias
que representan hechos imaginarios
ocurridos en mundos imaginarios
en lugares y tiempos imaginarios
Todas las tardes tardes imaginarias
sube las escaleras imaginarias
y se asoma al balcón imaginario
a mirar el paisaje imaginario
que consiste en un valle imaginario
circundado de cerros imaginarios
Sombras imaginarias
vienen por el camino imaginario
entonando canciones imaginarias
a la muerte del sol imaginario
Y en las noches de luna imaginaria
sueña con la mujer imaginaria
que le brindó su amor imaginario
vuelve a sentir ese mismo dolor
ese mismo placer imaginario
y vuelve a palpitar
el corazón del hombre imaginario.
"Kafka war nicht nur ein Dichter von seltener Intensität der Gesichte, sondern auch ein frommer Mensch, ein religiöser, wenn auch einer von den problematischen, die zum Typus Kierkegaards gehören. Seine Phantastik ist eine glühende Beschwörung der Wirklichkeit, eine dringliche Formulierung der religiösen Existenzfragen."
Hermann Hesse
Fischer Bischerei KG, Frankfurt/a.M. und Hamburg (1960)
Ich habe Angst, daß man nicht genau versteht, was ich unter Ausweg verstehe. Ich gebrauche das Wort in seinem gewöhnlichsten und vollsten Sinn. Ich sage absichtlich nicht Freiheit. Ich meine nicht dieses große Gefühl der Freiheit nach allen Seiten. Als Affe kannte ich es vielleicht und ich habe Menschen kennengelernt, die sich danach sehnen. Was mich aber anlangt, verlangte ich Freiheit weder damals noch heute. Nebenbei: mit Freiheit betrügt man sich unter Menschen allzuoft. Und so wie die Freiheit zu den erhabensten Gefühlen zählt, so auch die entsprechende Täuschung zu den erhabensten. (...)
Nein, Freiheit wollte ich nicht. Nur einen Ausweg; rechts, links, wohin immer; ich stelle keine anderen Forderungen; sollte der Ausweg auch nur eine Täuschung sein; die Forderung war klein, die Täuschung würde nichtgrößer sein. Weiterkommen, weiterkommen! Nur nicht mit aufgehobenen Armen stillstehen, angedrückt an eine Kistenwand.
ob es schon dämmert
unbarmherzig oder
als brennende frage
nur vorübergeht
dein lied auf meiner
zunge - die tage gehen
auch wochen im hafen
beladene schiffe vor
abreise - die sonne
sinkt langsam hinab
und sendet ihr geheul
dem himmel klagend zu
ob es schon dämmert
in meinem traum
und salzfrischer wind
zurückkehrt so dass ich
nicht allein verbleibe
mit den armen ausgestreckt
am anfang schuf gott deine hand
als der schatten an der wand still
rollte so nutzlos leer der himmel
und selbst der mond nahm in
seinen bann den vogel aus
schwarzem licht und stürzte ab
dann hoffnungsvoll formte gott
dein gesicht ganz normal wie das
feld im sonnenlicht damit jeder
glücklich einen blick werfen kann
aber das leben ein launischer
vulkan entglitt der ordnung des
schöpfers und wurde dürre wüste
Wenn der Rücken bricht
zerreißen Knochensplitter
die feinen Muskeln
des Herzens,
die Beine werden taub,
die Lippen schmerzverzerrt
die Leber zu Prometheus´ Qualen.
Auch wenn die Krallen des Teufels
dein Gesicht zerkratzen
wird das Blut sich verteilen
und junge Seelen tränken
mit deinem Bild
aus Sanftheit.
Sie werden Buchstaben finden,
die ihnen sonst fremd gewesen.
Sie werden Wut entdecken
wo sie nie war.
Sie werden leben
wie sie nie gelebt.
Wer um sein Leben schreibt,
wird niemals, niemals sterben!
Wer um sein Schreiben lebt,
den wird es immer geben!
Aus den Tiefen webt sich
die Kälte
in meine Seele ein
die Einsamkeit wächst
und das Schweigen
überall um mich herum
bis in den letzten Winkel
des Raums
und nirgends ein Riss
aus dem ich herausginge
Alles fremd
so die erste erlebte
Finsternis klebrig gleitend
über die Haut
und ohne Formen
für den schwingenden Blick
aber das Verlangen nach
oben ans Licht zerbricht
mich schnell und begräbt
noch immer lautlos
langsam als ob die Zeit
still stünde und ich endgültig
nicht sterben könne
sobald das richtige Wetter
nicht käme
und meinem Himmel
einen neuen Anstrich gäbe
Die Flucht änderte nichts
sie blendet mich
wie die Scheinwerfer
beim Verhör und ich bleibe
weiterhin vereinsamt
und unsichtbar gefesselt
erwarte ungeduldig
bis die bleierne Müdigkeit
mich überdacht
und der Tod
von weither rettend küsst
Melancolía alcohólica de nueva madrugada,
acerada en su fragua de licores.
Un espíritu lento siento alzarse
mientras el mundo gira más que nunca
y olvida las renuncias, suspendiéndolas
de la frágil cordura evaporada.
La larga caravana del arrepentimiento
se ha detenido ahora bajo el cielo.
Reina la luna en el desierto grave:
la noche se ha encantado,
marca su territorio con estrellas,
hogueras vivas, altas y felices.
Por el caliente aliento del verano,
la irrealidad afina sus contornos.
Una parte de mí salió volando,
-rápida como un pájaro-
sedienta como siempre pero alegre,
con su porción de eternidad en las alas.
En los ojos la luz del vino oscuro,
la turbia niebla sobre la conciencia;
decir entonces sí, te amo entonces,
puedo besar los labios que no importan.
En la noche encantada, los arqueros
tienen también el brillo inmaculado,
incauto y misterioso de las presas.
Abre la puerta azul del cuarto negro,
ven conmigo al deseo y después deja
que a todos nos absuelva su inocencia.
NOTA SOBRIA:
Borracho: en muchas regiones rurales de España, aún hoy es habitual servir el vino en odres o botas de cuero, usados desde muy antiguo con este objeto. En el catalán del siglo XIV y en el castellano del siglo XV, estos odres se llamaron borracha, palabra que, según Corominas, se habría formado por el cruce de las voces catalanas botella (odre) y morratxa (redoma). A su vez, esta última palabra se derivaba del árabe mirassa, que también significaba 'redoma'. Más adelante, se llamó en español borracho al sujeto que, igual que la bota, estaba 'lleno de vino', o sea, embriagado.
понедјељак (Св. 40 муч. Севастијски - Младенци): жена на врху брда
кажипрстом буши облак (касније у њој препознајем моју сестру)
уторак: с друге стране ријеке стоји отац
у одори од биља
на лијевом рамену му гавран
зове ме к себи а ја оклијевам
сриједа: (није се догодило ништа а вјерујем да јесте само се ја не сјећам)
четвртак (Преп. Симеон Нови Богослов): кроз град марширају војске
наше и туђе (не успијевам да одгонетнем по чему се разликују једна од друге)
петак (Пренос моштију Св. Никифора Цариградског): у авиону читам „мртве душе“
испод мене земља у пламену (будум се уплакан)
субота (Лазарева субота): на дну брода је складиште
уловљене рибе
неке су још увијек живе
недјеља (Улазак Господа Исуса Христа у Јерусалим - Цвијети): отац блијед у лицу (знам да је покојник)
поклања ми „еванђеље по луки“ говорећи: „нисам дошао да позовем праведнике него грешнике на покајање“
Certain moods, occurrences, or activities
can trigger an inspiration within us,
a communion with others souls,
and we can see, feel, or touch what others experience.
Ideas begin to bustle in our heads,
and we are filled with a certain urge,
an urge to send a message,
to express a feeling or thought,
but it only lasts for a short while.
If we are able
to nourish this urge,
we are blessed with a feeling,
as if a creator,
our creation being poetry—
our gateway to each other.
Manche –
das heißt nicht alle.
nicht einmal die Mehrheit, sondern die Minderheit.
Abgesehen von Schulen, wo man mögen muss,
und von den Dichtern selbst,
gibt’s davon etwa zwei pro Tausend.
Mögen –
aber man mag ja auch Nudelsuppe,
mag Komplimente und die Farbe Blau,
mag den alten Schal,
mag auf dem Seinen beharren,
mag Hunde streicheln.
Poesie –
was aber ist Poesie.
Manch wacklige Antwort
ist dieser Frage bereits gefolgt.
Aber ich weiß nicht, ich weiß nicht. Ich halte mich daran fest,
wie an einem rettenden Geländer.