Freitag, Mai 15, 2009

auch in diesem ort allein gelassen:


auch in diesem ort
allein gelassen:

vergrab hände
tief in die taschen
als wäre sie gewöhnt

und für eine zeitlang
alles flog
mit dem staub

sie hat so deutlich
die liebe gewollt
als einzige bitte:
verhallende schritte

Miroslav B. Dušanić
 
(Neufassg. 15.05.2009)

6 Kommentare:

Muhammad Azli Shukri hat gesagt…

this is the good blog, i mean all the pictures are very closely with our mind and heart.

RBroeker hat gesagt…

Das Gedicht macht mich nachdenklich.

Strophe drei erstaunt in ihrer Vitalität, gerade weil sie so einfach ist. In Strophe eins fließen die Zeilen eins und zwei ganz ruhig dahin, um von der grammatikalischen Dissonanz in Zeile drei jäh unterbrochen zu werden. Warum?

Offenbar sind die Strophen eins und zwei jeweils zwei Bilder die zu einem werden wollen; im finalen Teil geht dann auseinander, was nicht zusammen gehört.

Beste Grüße
Ralf

ex - il@miro hat gesagt…

…sehr zufrieden bin ich/meine Freude ist riesig, wenn mein Text nachdenklich macht…
Viele geschriebene Kommentare hätte ich gerne gelöscht, aber Ihr hätte ich gelassen, weil er mehr wert ist als mein angebliches Gedicht… Sie stellen mir eine Frage: „Warum?“ Sie fragen höfflich und vermuten zugleich die Gründe… Gibt es in meinem Text irgendwelche Frage? Ob ich eine Antwort suche…? Auch wenn ich mich als Lyriker nenne, bin ich wirklich einer? Ist das ein Gedicht? Was macht ein Gedicht aus?

Ob ich dichte /betrachte / experimentiere / spiele / provoziere / irre…etc.

amatamari hat gesagt…

Beautiful verses ...

SuMuze hat gesagt…

Neben den Pfützen stehen,
dennoch - Gehen

WOLKENGEDANKEN hat gesagt…

Ob ich dichte /betrachte / experimentiere / spiele / provoziere / irre…etc.

Ja, ja, das ist sehr wahr, das gehört alles zusammen und nennt sich dann "Leben".

Ich lese deine Gedichte gerne, weil sie sehr dichte Stimmungen vermitteln

nachbarliche Grüße :))