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Der Text zu Dmitri Schostakowitschs bewegendem Spätwerk „Vier Gedichte des Hauptmanns Lebjadkin“ für Bass und Klavier op. 146 stammt aus den „Damonen“ von Dostojewski.

1. Lied aus „Die Liebe des Hauptmanns Lebjadkin“ 

Die Liebe fiel mit süßem Schmerz  
Wie eine Bombe in mein Herz.  
Ich büßte (o wie kummervoll!)  
Den Arm ein bei Sewastopol. 
    
Vergleichbar dem leuchtenden Sterne  
Jagt die Reit’rin einher wie der Wind;  
Es grüßt mich mit Lächeln von Ferne  
Das ari-sto-kratische Kind. 
    
Gnädiges Fräulein Jelisaweta Tuschina!  
Schön und allerliebst ist ja Lisaweta Tuschina,  
wenn sie mit ihrem Verwandten  
auf dem Sattel reitet geschwind,  
oder wenn sie mit ihrer Mutter in der Kirche kniet  
und man die Röte der andächtigen Gesichter sieht,  
dann geht nach den Freuden der Ehe mein Sehnen  
und ich vergieße hinter ihr und ihrer Mutter Tränen.
    
Ein Bein die schöne Reit’rin brach,  
was ihren Reiz nur noch vermehrte,  
und doppelt liebte sie danach  
er, der schon stets sie hoch verehrte. 
    
Gedichtet von einem Ungelehrten
Infolge einer Wette. 

Fjodor Dostojewski

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