уторак, 29. април 2008.

...und wieder: Was ist ein Gedicht?

Was ist ein Gedicht?

Auf den Tisch etwas Klares stellen, wie Brot
oder Wasser. Oder
zwischen zwei Fingern Salz. Das ist ein Gedicht.
Und sich dabei nicht auf die Fersen treten.
Noch weniger auf Zehen. Zeit haben. Aus der Tiefe
den Eimer heraufziehen und über der Quelle
keinen Kramladen, noch eine Kapelle errichten.
Wenn die Forellen den Jordan heraufziehen werden,
keine Angel kaufen, doch wissen, dass der Fluss nicht nur
aus Fischen besteht.
Dass er um vieles mehr ist,
wie das Gedicht mehr ist als Worte.
Ist Stein nicht.
Statue. Lots Frau –
das ist ein Gedicht.

Milan Rúfus

Milan Rúfus
Čo je báseň?

Položiť na stôl presné ako chlieb
alebo voda. Alebo
medzi dva prsty soli. To je báseň.
A nestúpať si pritom na päty.
Tým menej na špičky. Mať čas. Z hlboka
vytiahnuť okov a rovno na prameni
si nepostaviť krám, ba ani chrám.
Až budú pstruhy tiahnuť Jordánom,
nekúpiť prút a vedieť, že sa rieka
neskladá z rýb.
Že o to jej je viac,
o čo je báseň väčšia od slova.
Nie kameň.
Socha. Žena Lótova –
to je báseň.

Milan Rúfus

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Ein Theaterstück ist Mittelstreckenlauf,
Prosa ist Marathon
und Lyrik Hochsprung.

Friedrich Dürrenmatt

[Für den Beitrag besten Dank an Claudia Johann]

понедељак, 28. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Die Wahrheit des Scheiterns

Die Wahrheit des Scheiterns

Aus der Tiefe des Dunkels
erheben sich
umgebrachte Freunde
mit dumpfen Schreien
ansiedeln meine Seele
mit spitzen Nägeln
zerkratzen mein
gerettetes Leben.

Miroslav B. Dušanić

© by Tony Angell - Male Crows with Mates Meet at Border of Their Territories (2005)

das Vergessen fürchtend
verschaffen sie sich Beachtung
E I N D R I N G L I C H !

fordern eine Stimme
die für sie spricht
E I N D R I N G L I C H !

© by Claudia Jo

петак, 25. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Erinnerung

© by Graham Coughtry
Erinnerung
Wie für die Toten
in den Grüften
bleibt draußen ihnen
Welt und Weh.
Lore Hübel

Ich liebe dich Anastasija Petrovna
denn wir haben die Heimat im Dunkel verloren
und da wohnen wir und atmen langsam
aus einem Leben in ein anderes Leben
denn die kalten Tage sind gekommen
und die Wolken vergessen wohin sie wollen
spießen sich am Kirchturm und ausbluten
und das Ende zwingt uns zum Schweigen

Miroslav B. Dušanić

среда, 23. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Finsternis im Exil

Miroslav B. Dušanić
Finsternis im Exil

Die langen Nächte kamen früh genug
und die Tage nicht zurück
nicht einmal ein Gott erschien
in meinem Versteck

aber auch dort
- schrieb Mutter - nicht jeder Traum
den sie träumte gehörte ihr

und sie biss sich immer in die Zunge
vor Enttäuschung
wenn die Sonne auf- und unterging

und begriff mit Blicken in den Spiegel
dass nur noch sie selbst als Antwort
übrig blieb...

Miroslav B. Dušanić

Tomaž Šalamun: Volkslied


Volkslied

Jeder echte Dichter ist ein Ungeheuer.
Er ruiniert seine Stimme und die Menschen.
Sein Singen entwickelt eine Technik, die die Erde
ruiniert, damit uns die Würmer nicht fressen.
Ein Trunkenbold verkauft seinen Mantel.
Ein Gauner verkauft seine Mutter.
Nur ein Dichter verkauft seine Seele, um sie
vom Körper, den er liebt, zu lösen.

Tomaž Šalamun

понедељак, 21. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Unter den Büchern meiner Bibliothek

© by Elizabeth Enders - Indigo/Prussian Text (1995)
Unter den Büchern meiner Bibliothek

Es gibt eine Zeile von Verlaine, an die ich mich nicht erinnern werde,
es gibt eine Straße in der Nähe, die meinen Schritten verboten ist,
es gibt einen Spiegel, der mich zum letzten Mal gesehen hat,
es gibt eine Tür, die ich bis zum Ende der Welt geschlossen habe.
Borges

Es gibt eine Zeile von Borges, an die ich mich nicht erinnern werde,
und jedes Mal wenn ich daran denke,
eine Stimme im Wind läutet an der Tür,
verspätete Vögel singen im Lichtkreis der Laternen,
und wenn der Mond hoch oben endlich thront,
so heiß wird die Nähe, dass ich mich daran verbrenne.

Es gibt ein Land in der Nähe, das meinen Schritten verboten ist,
es bleibt ein flüchtig erhaschter Blick,
jede neue Erinnerung verfälscht die älteren,
aber so sind die Menschen heute: sie jammern über jeden Scheiß,
und irgendwann wurde mir klar, dass es so nicht weitergeht
und noch immer geht es irgendwie, irgendwie immer gleich.

Es gibt einen Freund, der mich zum letzten Mal gesehen hat,
die Worte, die er rief, sie blieben stumm,
die dreckverkrustete Luft ließ mich kaum atmen,
ich stürzte nicht, fiel doch durch Ranken verlorenen Lichts,
und plötzlich, als ich die Straße sah, wusste ich:
ich bin ein Wahnsinniger in einem fremden Land.

Es gibt eine Tür, die ich bis zum Ende aller Tage verschlossen habe,
so nimmt der hautlose Fuß die staubbedeckte Stufe um Stufe hinab,
aber die Erinnerungen sind ganz geblieben
nur wenige warten noch auf spätere Zeiten
unter den Büchern meiner Bibliothek
um sich vor der Kälte zu schützen.

So ist mein Leben eine Flucht, und alles geht mir verloren
und fällt dem Vergessen anheim oder dem anderen.


Miroslav B. Dušanić

недеља, 20. април 2008.

Ljubomir Micić

Anonym - Ljubomir Micić um 1920 (Dada - Jok, Zagreb)

Irgendwo im Urwald wurde der Mensch geboren – Bruder und Vater der Götter. Der Mensch erschuf Gott, da er die orkanischen Stürme und Blitze erblickte, den Donner hörte und sich nach der Sonne sehnte.

In einer magischen und tiefen Nacht entdeckte er sich SELBST – DEN MENSCHEN.

Ljubomir Micić: Manifest des Zenitismus

субота, 19. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Soldatenbrief aus Bosnien

Irving Norman (1906–1989)
Soldatenbrief aus Bosnien

In unseren Seelen flattern schwarze Fahnen, denn
Überall stirbt der Mensch...
Ljubomir Micić

Die Toten lagen auf Straßen
und Gassen
mehrfach mit tiefen Messer-
wunden im Schädel...

Der Mensch wurde geschaffen
und umgebracht
wie das Vieh im Schlachthaus.
Nicht überall gleichzeitig
nicht überall
auf die gleiche Weise.

Rings um die Häuser
war alles grün...
Es schwebte eine Totenstille.
Die Götter haben den Glauben
verflucht
nur der Teufel noch...

Bitte Mama weine nicht
es wird bestimmt wieder alles gut.

...Als der nächste Morgen dämmerte
war das Wetter klar
und schön...
Und warum nicht?

Danach feuerten Kanonen
- eiserne Bestien - durch die Luft
ich stand stumm und still
sie flogen an mir vorbei und pfiffen.
Ich träumte von der höchsten Güte
und sah nur das vollkommene Böse.

Bitte Mama weine nicht
wozu Sentimentalität?
Ein neuer Gott wird geboren
um eine Neue Welt zu erschaffen
diese hier ist von keinem Wert.

Ich putzte stundenlang - tagelang
es half nicht
der Leichengeruch ging nicht weg
sobald ich die Augen schloss
sah ich die Toten wieder vor mir.
Ich hatte Angst zu schlafen
blieb nächtelang auf...

Bitte Mama weine nicht
der Mord ist nur ein Schritt.

Magisch ist das Wort: der Mörder
Mörder überall in allem...In mir.
Das Morden ist durchaus
dynamisch. Überall in allem
in dir...stirbt der Mensch.

Bitte Mama weine nicht
das ist ja wirklich famos.

Wir Serben und Muslime und Kroaten
vergossen das Blut wie den Schnaps.
Der mystische Halbgott Anarch
leitet uns
sich erheben und überschreiten
realisieren und überschäumen...
Mörder werden.

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...Im Fieber zitterte ich verwundet
in dieser Arena unter dem Himmel.
Die ganze Nacht wanderte
und spuckte das Blut
oder es erschien nur so...

Bitte Mama weine nicht
alles wurde sowieso erbaut
um zerstört zu werden.

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.............................................................
Die Stille duftet nach frischem Flieder
nach dem Feuer
dem Benzin
der Müdigkeit...

Bitte Mama weine nicht
bitte...

Miroslav B. Dušanić

Irving Norman (1906–1989)

четвртак, 17. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Randnotiz für Gabriele Brunsch

Arthur I. Keller
Randnotiz für Gabriele Brunsch

und im Untergrund bin ich
ein angeketteter Hund
und fremd
und nackt wie Frühling
im Industriegebiet

nur in meiner Seele noch
versunken
mitten im Dunkeln
weilt stillredende Muse
des Didymos

Miroslav B. Dušanić

среда, 16. април 2008.

Antun Branko Šimić (1898 - 1925)

(1923.)
Die Dichter

Die Dichter sind das Staunen in der Welt

Sie gehen durchs Land und ihre Augen
groß und stumm wachsen an den Dingen

Das Ohr zugeneigt
dem Schweigen das sie umgibt und quält
sind die Dichter das ewige Flimmern in der Welt.

Antun Branko Šimić

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Friedrich Dürrenmatt (1921-1990)
Es wird mir klar, dass alles Dichterische nicht gekonnt,
sondern blind geschehen muss. Ein Abenteuer.
Ein Sich-Treiben-Lassen vom Stoff zu unbekannten Zielen.
Was man mit der Zeit erlernen kann: die Kunst des Steuerns.

Friedrich Dürrenmatt

[Für den Beitrag besten Dank an Claudia Johann]

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понедељак, 14. април 2008.

недеља, 13. април 2008.

Паул Целан: Сјај зеница твојих

* 23. новембар 1920 - † 20. април1970

СЈАЈ ЗЕНИЦА ТВОЈИХ
(Ангели Черновској)

Испод сребрних обрва
Зеница твојих да није
Да ли би било неба
У нашој слепој соби

               Ангело моја златна.
Гласа твога да није
Лебделе би наше душе
У ваздушној кутији
Зидови не би никад из мене излазили

               Ангело моја златна.
Боја твојих да није да ли би икад врбе
Влажне преко прага прешле
               Ангело моја златна.
Дланова твојих да није
Да ли би Сунце икада
У сну нашем преноћило
Прсти твоји никада не би
Вреле фуге по мом челу вукли
               Ангело моја златна.


Букурешт 1945.

Паул Целан 

/Превела: Аница Савић Ребац/

субота, 12. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Im Schwindelgefühl

Im schwindelgefühl

Wortlos vom zuviel an Schwermut
Dämonen der Erinnerung ständig
diese und jene Stunde lang hinter
meinen Schritten auf den Straßen
und anderswo üben Gedichte und
erstellen bizarre Lyrikbruchstücke
die mir den Anschluss an die Welt
nicht erleichtern mehr versperren

Miroslav B. Dušanić


die gedichte aber erwürgen sich gegenseitig
die lyrikbruchstücke verknäulen ineinander
fliegen schließlich auf wie eine rabenschar
rettung verspricht die banalität der gang
zum bäcker zum briefkasten oder das auto-
reifenwechseln die sogenannte normalität

© by claudia jo

Skulpturen von Boris S. Staparac


петак, 11. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Anastasija Petrovna

Мирослав Б. Душанић

Anastasija Petrovna 

Nur manchmal in der Stille der Nacht
zeigt sie ihr Gesicht und schweigt
wie ermüdet vom schlaf oder
ich bilde mir nur ein: sie gibt es noch
zwischen Zeige- und Mittelfinger
elegant in einem sehr wehen Licht
malt sie einen Lidstrich um die Augen 

Miroslav B. Dušanić

Miroslav B. Dušanić: Helden verstaubter Wege

Мирослав Б. Душанић

Helden verstaubter Wege

Im Hin und Her der Körper
zwischen Tisch und Schatten
unsere Augen brennen
uns bestäubt die Asche
schwebend
wie ein verblühter Löwenzahn
der lange im Winde hängt.

Miroslav B. Dušanić

четвртак, 10. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Ein Dichter erzählt über Anastasia Petrovna

Rodolphe Bresdin: La comédie de la mort

Ein Dichter erzählt über Anastasia Petrovna

                                   Es gab ´ne Zeit, wo kalter Schauder mich fasste,
                                   wenn der Nachtvogel schrie; das ganze Haupthaar
                                   bei einer schrecklichen Geschicht´ empor
                                   sich richtete, als wäre Leben drin.          
                               (Shakespeare: Macbeth)

Inmitten der Nacht stand sie am Fenster
und zeigte auf etwas Unsichtbare.

Nackt. Völlig nackt.

Aber dann zerbarst der Mond
in Tausend Blüten,

und verkündete den Weltuntergang.

Miroslav B. Dušanić

Miroslav B. Dušanić: Nr. 19

© by Biljana Cincarević
Nr. 19

wir fanden uns nicht
meine abendlichen küsse
flogen alle heim.

Miroslav B. Dušanić

среда, 09. април 2008.

Fabian Tietz: Gedichte



Gedichte sind Boote die einen in unbewusste Gewässer führen. In schöne und schauderhafte Landschaften voller Aussagen, Geschwätz oder absoluter Stille.

Fabian Tietz

Miroslav B. Dušanić: Unterkunft

Leonid Šejka - [aus Bilderzyklus "Abladeplätze"]
Unterkunft

Die Worte ins Dunkel
abgeschoben

Das Dunkel
durch schmale Pupillen
ins Herz verankert

Das Herz ist riesig

Kein Wind bewegt
Kein Ton erschreckt
Kein Weg führt zurück

Miroslav B. Dušanić


Leonid Šejka
Es wäre falsch zu glauben, ich hätte die Absicht, die Welt zu verändern, sei es auch im geringsten Ausmaß. Ich habe einfach nach einem Riss in der Welt gesucht, die mich umgibt und auf die ich keinen Einfluss habe, um mich dort anzusiedeln.

Leonid Šejka

уторак, 08. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: Peter Handke. Sein Buch. Ein Nachhall. Und Ich.


Peter Handke. Sein Buch. Ein Nachhall. Und Ich.

Es gibt Tage
da blättere ich unaufhörlich
in Handkes Buch
suche bekannte Gesichter
in einer fremden Landschaft
und warte verängstigt
auf die Dämmerung und darauf
im Haus auftretende Stille

Es gibt Tage
da habe ich große Angst
die Nacht alleine zu verbringen
und gehe ganz ohne Laut
durch die Hildesheimer Straßen
weiter zum Horizont
auch wenn da keiner wartet
nicht einmal Peter Handke

Miroslav B. Dušanić

Andrzej Szczypiorski


Am Morgen wachte er missmutig auf, und am Abend schlief er in der gleichen Stimmung wieder ein. Seine Wunden vernarbten. Es folgte dann das, was er für die härteste Strafe hielt. Er ertrank in dem trüben, warmen Wasser des Gewöhnlichen, der Banalität, der Trivialität, der Langeweile, der Dummheit und der fehlenden Hoffnung auf ein Erdbeben, das alldem ein Ende bereiten würde.

[...] Es war ihm zur täglichen Gewohnheit geworden. Er saß in dem alten, abgewetzten Sessel. Und wartete. Immer mehr von der Sinnlosigkeit solcher Gedanken überzeugt, wartete er auf die Ankunft eines anständigen Todes.

Andrzej Szczypiorski : Feuerspiele

субота, 05. април 2008.

Miroslav B. Dušanić: So mag ich mich nicht


So mag ich mich nicht: Im Gesicht
Donnerschläge entdeckt

Eingenistet im Bart
Lagern sich ab
Spannen sich auf

Miroslav B. Dušanić

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So muss ich mich mögen:
Zeichen des Alterns
graben sich ein
um die Augen
Krähen begutachten ihre Füße:
Geschmeidig und kraftvoll!
Beleidigt krächzend
ziehen sie davon...

© by claudia jo
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Aufeinandergeschichtet

Aufeinandergeschichtet

Ein Glockenlied
so zwischendurch

lärmend

Schmerzen
in der Brust

so tief
so tief in die Nacht

ein Glockenlied
vom Himmel gießt

mit der Wucht

Miroslav B. Dušanić


Miroslav B. Dušanić

Einst
War ich
Nur noch sie
Der Weg war weit
Zurück
.

~~~
.
Wach gerütteltes
Vergessen -
Daumenschraube
Um die Brust gelegt


Miro -
Nicht der
Miro der Schreiber
Rührte das Blut


Einer immer rief
“Ich kriege dich
Ich habe dich schon”
Am rechten Ohr


Gesteinigtes Herz
Atem so kurz
Wie die Angst
Lang war


In der Wucht
Des Erstarrens
Brannte das Fleisch
Vom Bein


Lass gut sein
Mit deinem Glockenlied
Lass es gut sein
Lass es


уторак, 01. април 2008.

Danilo Kiš: Homo poeticus

ISBN 3-446-17052-9
Ein echter Text ist ein solcher, der geschrieben wurde, weil er geschrieben werden musste. Das ist aus dem Text zu spüren. […] Ein echter Text entsteht nicht aus handwerklicher Fertigkeit, sondern aus Zwängen und Empfindungen, die den Autor zum Schreiben getrieben haben.

Danilo Kiš: Homo poeticus