уторак, 10. март 2009.
понедељак, 9. март 2009.
Miroslav B. Dušanić: 18
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| Handy-Photo (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - Raum I |
18
Die Stille zittert vor Angst.
Ich atme den Mond.
Nacht für Nacht
engt sich der Raum ein.
Miroslav B. Dušanić
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„Ach,“ sagte die Maus, „die Welt wird immer enger jeden Tag: Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte; ich lief weiter und war glücklich, dass ich in der Ferne rechts und links Mauern sah: aber diese Mauern liefen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin; und dort im Winkel steht schon die Falle, in die ich laufe.“ – „ Du musst nur die Laufrichtung ändern,“ sagte die Katze...
Franz Kafka
недеља, 8. март 2009.
Nikola Tesla (1856-1943) in Öl
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85 Jahre galt das einzige Porträt-Gemälde des Elektrotechnik-Genies Nikola Tesla als verschollen. Der Ölgemälde wurde erstes Mal am 01. 03. 1916 in New York der Öffentlichkeit präsentiert. Das ist einzige vom Nikola Tesla selbst autorisierte Porträt. Das Gemälde stammt von der Malerin Vilma Fürstin Lwoff-Parlaghy (1863-1923).
Das Ölgemälde wurde vom gebürtigen Husumer Ludwig Nissen (1855-1924) neben vielen anderen Kunstschätzen aus dem Nachlass der Malerin ersteigert. Nissen war 1872 in die USA ausgewandert, dort eine Bilderbuchkarriere hingelegt und sich zum Millionär hochgearbeitet. Er gründete eine Stiftung, aus der 1937 das Nissenhaus - das heutige Nordsee-Museum - hervorging.
Das Ölgemälde als Teil der museumseigenen Sammlung landete im Magazin. Das als „Herrenporträt“ inventarisierte Gemälde wurde 1991 vom Kunsthistoriker Dr. Cornelius Steckner Nikola Tesla zugeordnet. Das blieb aber unbeachtet. Erst nach sehr aufwendigen Recherchen des Belgrader Tesla-Museums wurde es im Fundus des Nordsee-Museums in Husum wiederentdeckt. Dessen Leiter, Dr. Sven-Hinrich Siemers, ein Archäologe, grub das „Porträt“ schließlich wieder aus. Das Gemälde wurde von der Diplom-Restauratorin Susanne Gerlach restauriert und am 02. März 2009 feierlich der Öffentlichkeit präsentiert.
Schleswig-Holsteiner Zeitung berichtet darüber: „Einzigartig ist Lwoff-Parlaghys Porträt aber nicht nur, weil es nur dieses eine gibt, sondern auch wegen der Art, wie es den "Meister der Blitze" in Szene setzt. Das Licht, in das es Tesla taucht, hat dieser im Atelier der Künstlerin selbst installiert. Den Besuchern der Pressekonferenz von 1916 erschien das Genie in einem seltsamen Blauschimmer. Ein Effekt, den Tesla mittels blauer Filter erreichte. Und so ging das Ölgemälde auch als "blue portrait" (blaues Porträt) in die Technikgeschichte ein."
Vielen Dank an George! (Semsakrebsler)Das Ölgemälde als Teil der museumseigenen Sammlung landete im Magazin. Das als „Herrenporträt“ inventarisierte Gemälde wurde 1991 vom Kunsthistoriker Dr. Cornelius Steckner Nikola Tesla zugeordnet. Das blieb aber unbeachtet. Erst nach sehr aufwendigen Recherchen des Belgrader Tesla-Museums wurde es im Fundus des Nordsee-Museums in Husum wiederentdeckt. Dessen Leiter, Dr. Sven-Hinrich Siemers, ein Archäologe, grub das „Porträt“ schließlich wieder aus. Das Gemälde wurde von der Diplom-Restauratorin Susanne Gerlach restauriert und am 02. März 2009 feierlich der Öffentlichkeit präsentiert.
Schleswig-Holsteiner Zeitung berichtet darüber: „Einzigartig ist Lwoff-Parlaghys Porträt aber nicht nur, weil es nur dieses eine gibt, sondern auch wegen der Art, wie es den "Meister der Blitze" in Szene setzt. Das Licht, in das es Tesla taucht, hat dieser im Atelier der Künstlerin selbst installiert. Den Besuchern der Pressekonferenz von 1916 erschien das Genie in einem seltsamen Blauschimmer. Ein Effekt, den Tesla mittels blauer Filter erreichte. Und so ging das Ölgemälde auch als "blue portrait" (blaues Porträt) in die Technikgeschichte ein."
субота, 7. март 2009.
петак, 6. март 2009.
Mascha Kaléko: Emigranten-Monolog
Emigranten-Monolog
Ich hatte einst ein schönes Vaterland,
So sang schon der Refugee Heine.
Das seine stand am Rheine,
Das meine auf märkischem Sand.
Wir alle hatten einst ein (äh, siehe oben!)
Das frass die Pest, das ist im Sturm zerstoben.
O, Röslein auf der Heide,
Dich brach die Kraftdurchfreude.
Die Nachtigallen wurden stumm,
Sahn sich nach sicherm Wohnsitz um,
Und nur die Geier schreien
Hoch über Gräberreihen.
Das wird nie wieder wie es war,
Wenn es auch anders wird.
Auch wenn das liebe Glöcklein tönt,
Auch wenn kein Schwert mehr klirrt.
Mir ist zuweilen so als ob
Das Herz in mir zerbrach.
Ich habe manchmal Heimweh.
Ich weiss nur nicht, wonach ...
Mascha Kaléko
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| ISBN: 3499146592 |
среда, 4. март 2009.
Miroslav B. Dušanić: Kreislauf
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| © by Daniela Schulz |
Hunderte Tote hausen in mir
Nacht um Nacht endlose Stunden
dieselbe Sprache sprechen
und jeden Morgen
aus ihren Schädeln
fliegen hunderte Tauben
zu den vier Pforten des Horizonts
und sie werden schon jahrelang
Tag um Tag immer erschossen
Miroslav B. Dušanić
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| Ossip Zadkine - Composition (1964) |
meine schwingen gebrochen
vor langer zeit – schimmerten
kornblumenblau als sie
die lüfte teilten
färbte sie ein blasser ton
wechselnd zu rauchigem grau
falt ich sie auf heute – so gänzlich
schmerzt mich die linke
von dort nach da zeiten geweht im
blick: eine feder schwebt zur straße
bück mich danach
Elsa Rieger
уторак, 3. март 2009.
понедељак, 2. март 2009.
Pojezna: Tausend Verlockungen
In dieser wunderschönen aber armen Gegend leben seit Generationen verwitterte, grobschlächtige, scharfzüngige Bewohner…
…aber mich nicht mehr da zu finden. Und wie bedauerlich dass man das Leben nicht allein bestimmen kann...
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| Photos: © by Savko Pećić |
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| Photos: © by Sretko Dušanić |
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субота, 28. фебруар 2009.
Miroslav B. Dušanić: Bilder aus dem Körperhaus 3
Bilder aus dem Körperhaus
3
es dämmert / zorn der götter füllt meine brust / die rasierklinge dringt in die haut / taucht ein zwischen runzeln und falten / und stürmend fließt das blut / und lautlos ist der letzte ton…
Miroslav B. Dušanić
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Handy-Photos (Nokia 6120 classic): Miroslav B. Dušanić - Labyrinth I - III
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schmerzhaft für geist und seele
diesen bildern zu folgen,
lieber dichter, wohin führst du mich,
in welche abgründe zerrst du mich,
lässt du mich teilhaben
am zorn des menschen gegen sich selbst,
an dieser süchtigen selbstzerstörung,
lässt mich augenzeuge, spiegelgast sein,
lässt mich das tropfen des bluts,
dunkel und blutigrot und es riecht,
hören und sehen, hören und sehen,
und das schneiden der klinge,
da hinein in gealterte haut,
es würgt mich der ekel,
was widerfährt mir, welche pein,
muss ich ertragen,
wie krank muss ich sein,
wie elend, wie aussichtslos siech
an leib und an seele,
wenn ich die klinge nehme,
wenn ich sie greife, festhalte
gierig mit daumen und zeigefinger
und schneide, den fluch auf den lippen.
jetzt werde ich den zorn der götter,
ihr blitzgewitter spüren,
jetzt, werden ihre nägel sich mir
ins innenfleisch bohren,
jetzt, werden mit hyänengebell
sie mir die seelenwände blutig schürfen,
das leben lallt noch, lallt, lallt,
und ich versinke in eisschluchten,
und spüre deine harte hand, lieber dichter,
die mich gierig mit daumen und zeigefinger
hält, und dann loslässt...
© by Gabriele Brunsch
Der große Metaphysiker
Der große Metaphysiker
Der große Metaphysiker
Der große Metaphysiker
Der große Metaphysiker
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der große Metaphysiker
wollte keine Sterne
die ihm vor die Füße fielen
er war ihrer leid geworden
er wandte das Antlitz gen Himmel
und hob theatralisch die Arme
unzählige Sterne erzitterten
lösten sich vom Firmament
und schossen geradewegs auf ihn zu
scharfkantig und blitzend
der große Metaphysiker
kreuzte die Arme über dem Haupt...
lautlos fiel der letzte Stern
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