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субота, 8. август 2009.

понедељак, 3. август 2009.

Miroslav B. Dušanić: Aufgehängt

© by Marek Holčík

aufgehängt

der mensch wurde
fremd
der tag wurde fremd
entfremdet
in ferner
fremde
hängt
t.f.

Miroslav B. Dušanić

© by Joachim Krause: Testamentsverlesung

fragendes testament

t.f. hängt tief im fahlen tal
fängt freunde mit texten und faulen tomaten
und freut sich tierisch auf tausende fideln
die feurig und taumelnd
das fegefeuer töten.

Fabian Tietz

понедељак, 27. јул 2009.

Miroslav B. Dušanić: Bilder aus dem Körperhaus (5)

Savko Pеćić PESA
Savko Pеćić PESA
Bilder aus dem Körperhaus
5

ich lerne tag für tag
ich übe in vielen nächten
ich bereite mir vor

erst wird sie aus der ferne geträumt
wie die frauen am sonnigen strand
dann aufs brot gelegt
täglich mit kräutern und butter gegessen

und getrunken wird sie auch
die schlagsahne obendrauf
mit vielfarbigen früchten
buchstabe für buchstabe kaltgepresst

ich übe in vielen nächten
ich stehe sehr früh auf
ich bereite mich geduldig vor

damit ich sie vor mir habe frisch serviert
und wenn sie mir nicht mit tränen ausgeht
werde ich sie noch besuchen
wenn auch nur im vorübergehen

Miroslav B. Dušanić

Savko Pеćić PESA

Sie liegt mir
im Blut,
auf dem Tisch,
auf der Zunge,
am Herzen.
Ich stottere sie -
wenn du willst

© by SuMuze

Savko Pеćić PESA

Nicht im Blut liegt sie,
doch in jeder Windung
des Gehirns,
immer der gleiche Gedanke,
nicht loszuwerden
für immer.

© by Helmut Maier

Savko Pеćić PESA

среда, 27. август 2008.

Miroslav B. Dušanić: Für Witch I.

Und morgen wieder
die Glocken schlagen
mit dem wilden Takt
das Blau hoch oben
der Tag spinnt Netze
hartherzig schreit
tief in die Nacht
eine gewaltige Ballung
in unser Gesicht.

Miroslav B. Dušanić


Die Glocken drohen.
Innere Zeit
Sträubt sich
Gegen den Tag.
Gesichter leeren sich,
Ergrauen
Wie der Tag,
Der sie mit dem
Gewöhnlichen
Zur Nacht verstrickt.
Die "Mühen der Ebenen".

Paul Spinger


wieder einmal gehastet
durch des Tages
grau-klebrigen Fallout

der Kopf leer
der Körper erschöpft
Erneuerung suchend in warmer Kuhle
sich in Dunkelheit verbergend

in der Nacht aber
regieren die Glocken
zerreißen erbarmungslos
Schlaf und Traum
"Ding-Deng-Dong"
"Ding-Deng-Dong"
viertelstündiges Ermahnen
"... noch lebst du..."
"... noch lebst du..."

Claudia Jo

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Gewaltig ist
gewaltig wird
es waltet erst
es wallet hin
gewollt
gewandet in der Zeit
die waltet
will wird wollte
ist geworden
wird es sein
gewollt
ist es gewesen
Gewalten
walten
stets für sich
und stets allein

© by SuMuze

уторак, 15. јул 2008.

Miroslav B. Dušanić: Was wäre...

© by Bea Danckaert - Abstract Night

Im Traum bist du Autor
und weißt nicht, wie es enden wird.
Cesare Pavese

was wäre wenn mein herz
wie der unsichtbare wind
auf-
bricht

ob überlagert dein herz
all das was wir haben
was wir hatten
zündet

und das blut
ein neues gedicht schreibt

während wir brennend
vorüber-
fliegen

Miroslav B. Dušanić
/Paul Spingers Nachklang zu "Windworte"/

петак, 11. јул 2008.

Miroslav B. Dušanić: Rost auf der Zunge

Мирослав Б. Душанић
Rost auf der Zunge

wegen des ständigen Gefühls der Ohnmacht
während der hypothetischen Heimreise aus dem Exil
und in das eigene Wesen blickend
die Zunge ist kalt geworden im Juli 2006
als mein Vater starb
kaum einen Hauch im des Himmels Blau
nur der Mutter verweinte Augen
durchbohrten des Zimmers Wände
und verloren sich in der Ferne
ohne es zu sehen
der Sonne steigende Glut

...und lange davor — schon auf der Flucht
ins Unbekannte
als Zeichen dass das wahre Gefühl
nicht in den Schriften — nicht auf der Zunge
sondern im Herzen bangt und ruht
 
Miroslav B. Dušanić

уторак, 24. јун 2008.

Miroslav B. Dušanić: Nutzung des Elements Erde bei der Dichterunfruchtbarkeit

Nutzung des Elements Erde 
bei der Dichterunfruchtbarkeit

Die Utensilien: eine kleine Schale
getreidekornerfüllt
ein Kessel voll Erde
ein Zettel mit dem Bleistift
vier Steine und silberne Kerze

Wenn die Tage still sind
und der Himmel weit offen
zünde Kerze an und nimm
eine Handvoll des Getreides
leg es in den Kessel und sprich:

Liebe Erdgeister
die Zeit des Neubeginns
und des Wachstums ist gekommen
mögen diese Samen sich mit eurem
Geiste vereinen und Früchte tragen

Schreibe einen Gedichtentwurf
rolle Zettel und verbrenne
entstandene Asche zu Erde
in vier Windrichtungen hinstreuen
anschließend die Steine hinlegen

Osten-Stein: lichtbringend und ideenreich
sorgt für Wärme und dass es keimt —
Süden-Stein: lebendig und verspielt
bewegt und nach vorne treibt —

Norden-Stein: kopfkühlend und beständig
all Notwendiges analysierend begreift —
Westen-Stein : schattenspendend
bremst und die Geduld schenkt dass es reift —

Miroslav B. Dušanić

© by Xárene's personal cargo
Wenn ich nicht schreiben kann,
dann schreib' ich ab.
Was ich nicht leiden kann,
das schneid' ich ab.
Sag Keiner: Mann-O-Mann,
schrieb' ich nicht ab,
blieb' ich zu knapp!
Was ich gestohlen hab'
wird irgendwann
vergessen dann.
Wenn ich erst schreiben kann
wisch ich Schweiß ab.
Gut, daß ich klauen kann,
sonst ab ins Grab
müßte ich dann,
was ich vermieden hab',
Oh Mann Oh Mann!

© by SuMuze

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort der Erdgeister:

Hier: Nimm deinen Wisch zurück;
Such am andern Ort das Glück.
Jetzt liegt deine Schreinwut brach,
Also schlag bei Goethe nach;
Ändere ein bisschen was,
(Siehst du, das macht richtig Spaß.)
Nimm von Brecht noch ein Zitat,
Fertig ist das Plagiat.

P. Spinger

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Heiterer Gemeinplatz zum Wörterklau
(...jenseits der juristisch sehr vage gefassten
Lage zum Thema „Plagiat“)

In einem Ozean von Klängen und von Worten,
von Geist, Gedanken, Tönen, Bilderfluten,
von euch und uns, von ihnen, diesen, jenen,
von ihr und wir, von massig „du“ und „ich“,
von jetzt, von damals, hier und anderorten,
schwimmt diesseits aller Ewigkeiten,
in myriadenfachen Sinnsegmenten,
Buchstaben-, Klang- und Bilderplankton!
Und dieses einzig:
Nur für mich.

Stupides, Aufgemotztes, Reines,
sehr Kluges auch, tiefgründig Feines,
Gepanzertes und filigran Gereimtes,
ein Satzgewimmel, Klares und Verschleimtes
Zerlesen- und Zerhörtes, planvoll gebauter Stuss,
begnadet hohe Kunst, aus 26 Lettern Sinnvereintes,
durchschwimme ich, bisweilen zaghaft,
vermessen - überheblich, voller Demut!
Und dieses meistens:
Mit Genuss!

Nenn mir die unberührten Wörter,
nenn mir die Sätze die noch keiner sprach,
ich dichte mich entlang am abgespulten Faden,
dem mir vertrauten Rhythmus nach,
und wenn in meinem Satzgespinnst
nur längst benutzte Wortgedanken sich verhaken,
dann wär’s wohl künftig besser ich blieb stumm,
als weiter nur als Wörterdieb in Repetition
(Was reimt sich jetzt? Ach, Mist, verdammt!)
ermüdend wie ein Frosch zu quaken:
Quak – Quak!

Gabriele Brunsch

среда, 11. јун 2008.

Miroslav B. Dušanić: Danksagung

Danksagung

So weiß ich wohl: Mit dem Wortdrang vermischt sich
der Tief-Sinn mit dem Un-Sinn im Spiel der Spiele
und vielleicht ist es morgen schon zu spät
den Eisen aus dem Wasser zu holen
und den Mond in fahler Dämmerung hängen zu sehen

...Und doch: In dieser Nacht der Zeiten
höre ich das babylonische Sprachengewirr
das sanft bis ins Herz der Welt hinunter
jenseits und hier die Haut der Steine bespielt

Miroslav B. Dušanić

© by Vladimir Komad - Säulen - Vögel (Stubovi - Ptice)

Steine berühren

(nach einer Metapher von Miroslav B. Dušanić)

Die Haut der Steine,
Wenn sie warm ist, von Sonne umspült war,
(Ihr wisst, was ich meine?),
Dann habt ihr ´s gefühlt, nicht nur scheinbar.

Und im Innern von Steinen,
In den Elfenräumen,
Die durchsichtig scheinen,
(Ihr spürt, was sie meinen),
Jene Geister, die kleinen,
Verführung zum Träumen.

Steinhaut – am Teich
Mondlicht – goldbleich.

© by P. Spinger

понедељак, 9. јун 2008.

Für Paul Spinger

Für Paul Spinger

Wenn in meiner öden Fremde
der Mond getobt vor Jammer
und geweint vor Wut
ganz wurzellos und ohne jeden Halt
mit dem geheimen Duft der Nacht
hinterm Berg herabsteigt
fliege ich nach Babel
ins gelobte Land der Weisheit
wo überm Turm die Flamme ruht
und höre in lieb entglühten Herzen
die tiefertrunkene Flut
obwohl mir das Orakel klar verheißt
dass ich nie der Dichter werden soll

Miroslav B. Dušanić

Der Turm von Babel (1587) - Unbekannter flämischer Meister
(Kurpfälzisches Museum - Heidelberg)

Eine nicht mögliche babylonische Antwort
(an Miroslav B. Dušanić)

Da die Leiter immer brennt,
Die uns vom „nach oben“ trennt,
Wollten wir hier unten bleiben. -
Du erkanntest, dass die Fabel,
Jenes alte Lied von Babel,
Dich getrieben hat zum Schreiben.
Und von unten kam ein Licht,
Und die Leiter brannte nicht.

Nein, der Turm fiel nie zusammen;
Alle guten Lieder stammen
Aus den Herzen und den Steinen,
Beide lachen, beide weinen. -
Die Geschichte lehrt uns nicht,
Was ein schweigendes Gesicht,
Das sich selbst am ärgsten quält,
Uns von Babylon erzählt.

© by Paul Spinger

петак, 6. јун 2008.

Miroslav B. Dušanić: Warten

Ein Warten ist mir fremd,
denn Warten, das heißt Leere,
wer wartet kann den Augenblick nicht leben,
wer wartet bricht mit seinem Ich,
wer wartet sucht in ferner Ferne,
begreift die Lust der Stunde nicht.
Gabriele Brunsch

Das Warten bin ich nicht irgendeins
nicht in Gedanken an leere Worte von z. B. Monika
am Strand von Sylt oder Mallorca oder irgendwo
die vom Meer singend vergisst das erste Versprechen
und Treffen und dann auftaucht
wie einen Eindruck von Geübtheit und Langeweile
mit Tausendundeins Ausreden

Das Warten bin ich und erschöpfe mich nicht nutzlos
hier auf der Erde: ich sehe so weit wie Du
ich habe den Horizont in mir empfunden
und die Luft nur wie sie ist
und den Gesang der Vögel
und die Schädel der Toten im Süden
und die Gerechtigkeit die unsere Augen verbindet

Das Warten bin ich und kenne meines Kampfes Früchte
und will mich nicht unter den Bäumen ausruhen
oder berauschen inmitten der wilden Landschaften
um einen Augenblick zu leben
und die flüchtige Lust der Stunde zu begreifen:
ich sehe so weit wie Du
die Betrunkenen fallen früher oder später in ihre Gräber

Das Warten bin ich und bei heftiger Stille breche nicht
mit meinem Ich und suche nicht in ferner Ferne
auch nicht ein erneutes Selbst zu erschaffen
ich verabscheue diese verdammte Welt draußen
wie im Zimmer und lasse meine restliche Tage und Nächte
schnell auslaufen und strecke sehnsüchtig
meine Hände nach dem Sensenmann aus

Miroslav B. Dušanić

© by Mirko Šević
Für Miro

Du ersehnst die lange Nacht,
Die doch keine Nacht mehr ist,
Nicht aus Dunkelheit gemacht,
Nie zu Ende, ohne Frist?

Aber sag, wie kannst du warten,
Wenn dich selbst das Warten ekelt?
Komm, verlasse diesen Garten,
Wo sich faul das Elend räkelt.

Geh hinein, hinein nach Babel,
Wo wir kaum etwas verstehen.
Und ersinne jene Fabel,
Die nur so entsteht: im Gehen.

© by Paul Spinger

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Draußen herrscht die Sonne,
der Garten strotzt in unmäßiger Pracht,
grün, grün. Grün getaucht in Gold...

Unbeholfen taste ich an den Innenwänden
meiner emotionalen Erfahrung nach dem
Faden, der mich an den Erlebnisfetzen
der Dunkelheit, die Todessehnsucht speit,
sicher vorbeilenkt,
ich muss vorbei,
muss mich retten...

Schon spüre ich wie der Atem verflacht,
hastig den Augenblick einschnürt,
wie die Düsternis nach mir schlägt,
den Focus nach innen zurrt,
verengt, das Liderrot, blutrot,
sich zum Blutsee weitet
und ich versinke,
versinke...

Draußen herrscht die Sonne,
der Garten strotzt in unmäßiger Pracht,
grün, grün. Grün getaucht in Gold...

© by Gabriele Brunsch

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@miro

Der Worte Königin
Bin ich sicher nicht
Gelebtes Wort schreiben
Macht mir einen Sinn

Das Warten ist mitunter
Ein Ausharren ob der Pein
Legt sich der Schatten fest
Auf alles Leb- und Spürbare

Nur selbst kann ich erspüren
Wie weit ich harren muss
Wer gibt das Maß im Leben
Was Leben wirklich ist?

Mir sprach Petros ein Wahres
Von der Flamme oder Glut
Wer sagt, dass jedes Leben
So flackern lodern brennen muss?

Sehnsucht nach Bruder Hein
Ist manchem Menschen gegeben
Wie dem anderen sein Talent
Wasser als Wein anzusehen

Doch gut ist zu erfahren
Auch wenn wir sind allein
Die schnürenden Lebensgürtel
Vereinen still die Seelen

Die sich da täglich oder nächtens
Ganz unterschiedlich geglaubt
Im Metablick jedoch - ach so gleich
Durch tiefe Stunden tragen

© by syntaxia

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Ich sage, ich werde warten.
Ich warte, werde ich sagen.
Ich werde, sage ich wartend.

© by SuMuze

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D i e A l l e i n h e i t
1911
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Und was du betteltest
Blut ward dir nicht.
Zwar ringsum opferten aus vollen Schalen
Sie rote Fluten der geliebten Erde,

Doch dir bot niemand das bekränzte Rund.
Da mußtest du dich selber Opfer sehn;
Opfer der bittren Mächte.
Es trank des Darbens Qual aus deinem Herzen
So tief, daß es dich nächtlich schüttelte

In hohlen Adern. Und nicht Wink noch Ruf . . .
Winkt dort nicht Ende?
Still . . .
Nur Sterne fallen.

Reinhard Sorge

(für das Gedicht großen Dank an P. Spinger )

четвртак, 5. јун 2008.

Für Gabriele B.

Für Gabriele B.

Ich schreibe Dir ein Gedicht über die Einsamkeit
und Du wartest dort in der Ferne
seit Jahren erstaunt inmitten des Nichts
zwischen uns weint der Horizont hindurch
ein einsamer Mann langsam und sorgsam
opfert sein Fleisch derweil die Erde Löcher gräbt
all das bewegt Dich und hinterlässt offensichtlich
einen seltsamen Eindruck vielleicht traurigen
darf ich so sagen nicht aber für meine Augen
die weit aufgerissen erstarren
unter den Fernzügen der Erinnerung

Miroslav B. Dušanić

Skulptur: Anonymous - Lohan as an Ascetic
(China Yuan Dynasty 1260 - 1368)

Du schreibst mir ein Gedicht über die Einsamkeit

Ich schreib Dir eins
vom wild bewegten Leben,
vom Rausch und vom Genuss,
von Liebe, von Verlust, Verzicht,
von Fülle und von Mangel,
von Jauchzen, Wut,
vom Schreien,
doch niemals was von Leere,
und niemals was von „Nichts“.

Ein Warten ist mir fremd,
denn Warten, das heißt Leere,
wer wartet kann den Augenblick nicht leben,
wer wartet bricht mit seinem Ich,
wer wartet sucht in ferner Ferne,
begreift die Lust der Stunde nicht.

...und lustvoll sehe ich den weinenden Horizont,
der sich auftut zwischen Dir und mir,
und suhle mich im Missverständnis –
und bin nicht erstaunt, sondern huldige
dem einsamen Mann
aus meiner regnerischen Ferne,
in der ein Gewitterorkan tobt,
ihm, der wieder einen so wunderbaren Satz,
so dicht und echt in die Welt der Worte hineingepflanzt hat:

Augen die weit aufgerissen erstarren
unter den Fernzügen der Erinnerung

Du bist ein ganz wunderbarer Dichter!

Gabriele Brunsch