Приказивање постова са ознаком Literaturfreunde. Прикажи све постове
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понедељак, 13. фебруар 2012.
петак, 9. септембар 2011.
Gabriella Marten Cortes
| © by Gabriella Marten Cortes |
Wenn ich heute einen der wenigen noch bestehenden ideellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern benennen sollte, so den, dass noch mehr Männer als Frauen mit der Illusion leben, Subjekt von Geschichte zu sein.
Christina von Braun: Die schamlose Schönheit des Vergangenen. Zum Verhältnis von Geschlecht und Geschichte. Frankfurt/a.M. 1989.
уторак, 7. јун 2011.
Agradecimiento desde el hospital psiquiátrico
Agradecimiento desde el hospital psiquiátrico
.................................................a J. Fijman y A. Artaud in memorian
Agradezco a la oscuridad
que me deja ver claramente el mundo.
Agradezco a los amigos que nunca vinieron.
Agradezco a las mujeres que me abandonaron
para que enloqueciera solo.
Agradezco a la luna
que habla conmigo
cuando nadie me habla.
Agradezco al sol que nunca está
salvo cuando salimos al patio
a arrastrar los pies y babearnos.
Agradezco al alcolchado de las paredes
que me cuida la cabeza.
Agradezco al enfermero
que me da la pastilla azul
y la verde y la roja
y esa maldita pastilla blanca como una bala
que nunca tomo
y me la meto en el culo.
Agradezco al otro enfermero
que me trae papel y lápiz
para que escriba mis poemas de locura
y resista a la muerte.
Agradezco a los dos monos
que me aplican electroshock
cuando me altero un poco/
para quemar lentamente mis neuronas
pero ellas todavía resisten
así que vayan sabiéndolo
gorilas hijos de puta:
todavía escribo mi sucia poesía.-
© by Aldo Luis Novelli
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aldo luis novelli/ desde los bordes del desierto
poeta-narrador-ensayista
neuquén-patagonia-argentina
La poesía es un oasis luminoso en medio del desierto. El poema es la sed.
poeta-narrador-ensayista
neuquén-patagonia-argentina
La poesía es un oasis luminoso en medio del desierto. El poema es la sed.
понедељак, 1. новембар 2010.
Thomas Schulz: * 21. April 1963 + 01. November 2007
auf meinem heimweg
verschlossene türen-
das werden und vergehen
mich finster anstarrt-
so alt zu werden
war nicht von mir erwartet-
oh diese kälte
THOMAS SCHULZ
(31. Oktober 2007)
furcht türmt sich -
entlang des gedankenflußes
keimt weidenholz himmelwärts
gewesenes
schweift mit lauem wind
über kopfsteingepfalstertes sein
entgegen
der blüte blauer augen-
vergänglichkeit - macht Sinn
aufbruch
THOMAS SCHULZ
(09. Juli 2006)Federzeichnung in: Album Amicorum Cornelis de Montigny de Clarges, 1624.
четвртак, 3. јун 2010.
Aldo Luis Novelli: el borracho
![]() |
| © by Toño López - El Borracho |
el borracho
a un poeta desconocido
bebía mi tercer cerveza en un bar de malamuerte
cuando se acercó arrastrando los pies
- ¿me daría unas monedas señor? –
- ¿y para que son amigo? –
- bueno, le aseguro que no son para comprar un litro de leche –
- bien, y dígame ¿qué hace usted de su vida? –
- beber ¿y usted señor? –
- yo…soy poeta…creo –
- ah, no está muy seguro, yo estoy seguro de ser borracho –
- de acuerdo y ¿qué hace un borracho cuando está sobrio para hacer de éste mundo perverso y absurdo un lugar mejor para vivir? –
- mire señor, yo no se muy bien la diferencia entre estar sobrio o borracho, pero de algo estoy seguro, los sobrios destruyeron el mundo –
- tiene razón amigo, el poeta es usted, tome este billete, pero con una condición, no lo vaya a gastar en leche -.
© by Aldo Luis Novelli
NOTA SOBRIA:
Borracho: en muchas regiones rurales de España, aún hoy es habitual servir el vino en odres o botas de cuero, usados desde muy antiguo con este objeto. En el catalán del siglo XIV y en el castellano del siglo XV, estos odres se llamaron borracha, palabra que, según Corominas, se habría formado por el cruce de las voces catalanas botella (odre) y morratxa (redoma). A su vez, esta última palabra se derivaba del árabe mirassa, que también significaba 'redoma'. Más adelante, se llamó en español borracho al sujeto que, igual que la bota, estaba 'lleno de vino', o sea, embriagado.
Borracho: en muchas regiones rurales de España, aún hoy es habitual servir el vino en odres o botas de cuero, usados desde muy antiguo con este objeto. En el catalán del siglo XIV y en el castellano del siglo XV, estos odres se llamaron borracha, palabra que, según Corominas, se habría formado por el cruce de las voces catalanas botella (odre) y morratxa (redoma). A su vez, esta última palabra se derivaba del árabe mirassa, que también significaba 'redoma'. Más adelante, se llamó en español borracho al sujeto que, igual que la bota, estaba 'lleno de vino', o sea, embriagado.
уторак, 17. новембар 2009.
Hermann Josef Schmitz: Ob
Ob
Ob es sich
besser sterben ließe
im frischem wind
junger frühlingstage
unter den bäumen
im weißgrünen anemonenbett
zum letzten Mal
blau einatmend
blau hinter dem blau riechen und schmecken
und eingehüllt
vom hellen klang der vogelchöre
ob es sich
besser sterben ließe
mit hoffnung auf sommer?
© by Hermann Josef Schmitz
| ISBN: 978-3-86805-049-3 |
петак, 2. октобар 2009.
Ein schönes Gedicht aus Brasilien
| © by David Bowie - Child of Berlin |
Eu não conheço uma família de estrelas
O segredo do grão
pode muito bem ser a ralação
sem pátria
o patriarca no país colonial
a terra com todos os seus vermes
cheios de letras
a macarronada
o cuscuz
a feijoada
restaurar velhas naves
o tambor
as cordas
o som da flauta
a dança do ventre
se o grão não morre
estão lançados os dados
o sol vai esfriando
sem que ninguém sopre
estrelas apagadas
brilham de não pegar
um fragmento de meteoro
que matou dinossauros
serve de pedra
ao estilingue do neto
que mira
o brinquedo ancestral
mais passado que presente
o futuro é carta cigana
mão pautada
traços paralelos
modo de ler os sons
das dores do mundo
lira com cordas
dos tendões de Aquiles :
a vida como um não.
© by Robson
(2009)
субота, 15. новембар 2008.
Sara Dušanić: Erinnerung
![]() |
| © by Natsume |
Erinnerung
Ich liebe das Schwelgen in Zeiten,
die in unerreichbarer Ferne schweben,
im Leben, wo der Duft der Jugend fruchtet
versunken für ewig - in ein Wort,
das Herz mit Füßen tretet
Erinnerungen
schlafloser Nächte
Sara Dušanić
![]() |
| © by Margaret Aycock |
...und wieder ist es geschehen,
nächtens, die dunkle Stunde,
und hat sich gequält -
und heute Morgen lag es dann da, das Gedicht...
nächtens, die dunkle Stunde,
und hat sich gequält -
und heute Morgen lag es dann da, das Gedicht...
Frucht der Nacht
weißt du, was liebe ist,
weißt du’s?
das ist die einfache frage,
in unschuld gestellt,
und doch so verwegen...
was, denn, meint sie,
die frage, was?
lieb...
liebe...
liebe zu....
liebe zu diesem...
liebe zu diesem und...
liebe zu diesem und jenem...
liebe zu diesem...
liebe zu ...
liebe...
lieb...
weißt du, was liebe ist,
weißt du’s?
woher, bitte, stürzen die wasser,
aus gletschergestein,
aus feuchten gründen,
aus tiefen, aus quellen,
aus driften, aus meeren, aus...
woher, bitte,
nährt...
nährt sich...
nährt sich die...
nährt sich die saat...
nährt sich die blume, die frucht...
nährt sich gedeihen...
nährt sich leben...
nährt sich ...
nährt...
was...
was also...
was ist es…
was ist es denn...
was ist es denn, wenn...
was ist es denn...
was ist es...
was also...
was...
wenn...
wenn es...
wenn es denn...
wenn es denn ist…
wenn es gedeiht...
wenn es denn lebt...
das bisschen sein,
das was dann ist....
PAUSE!!!
schluchzen im Äther...
ERKENNTNIS!
tausendfach gespiegelt,
einfaltreich...simpel...
doch so kompliziert,
im ich mannigfach
erhöht wunschvoll
im ich mannigfach
doch so kompliziert,
einfaltreich...simpel...
tausendfach gespiegelt,
ERKENNTNIS!
schluchzen im Äther...
PAUSE!!!
das was dann ist...
das bisschen sein,
wenn es denn lebt...
wenn es denn lebt und ...
wenn es denn lebt und gedeiht...
wenn es denn lebt und ...
wenn es denn lebt...
das bisschen sein,
das was dann ist...
SAG BITTE NICHTS!!!
such ich...
such ich sie...
such ich sie die...
such ich sie die antwort
such ich sie die antwort im geflecht,
such ich sie die antwort im geflecht der sinne
such ich sie die antwort im geflecht,
such ich sie die antwort
such ich sie die...
such ich sie...
such ich...
SAG BITTE NICHTS!!!
denk
denk ich...
fühl ich und denk ich...
oben drüber, methaphysisch erhöht,
war da noch was, drüber,
im konglomerat bedingter,
menschlicher möglichkeiten,
fühl ich und denk ich...
denk ich...
denk
was ist der mensch,
pst...
in seiner verlorenheit,
pst...
sags nicht den kindern,
pst...
sags niemandem,
pst...
und doch, hier,
hier zwischen uns,
zwischen den wenigen,
die schon erblassten,
frag ich, wag ich die frage,
weißt du, was liebe ist,
weißt du’s?
da grabentief,
aus dem bauch raus,
der ursuppe,
dem warmen gedärm,
der fleischtasche, da in dem bauch,
entnommen, entstiegen,
entkrochen, entdrückt:
idee,
menschgeworden,
lebendig und frei.
weißt du, was liebe ist,
weißt du’s?
Gabriele Brunsch
![]() |
| © by Katie Welty |
@gabriele (da sie fragt)
Wir hüten uns zu wissen
was was sei
wir wissen weiße Flecken zu entdecken
wer wen warum wo wann wie will
wir wissen unsere Welt
weil wir sie machen
Stein für Stahl
Gesetz für Cash
Gesang für Schrei
und wagen nicht zu wissen
wer weiß ist dumm
der Weise weiß nur Anderes
das keiner weiß
und weiß es nicht
wenn er es schweigt
das Wissen ist Detail
verstummt
vereinzelt mutlos
das Wovon zu wissen
wovon wir einzeln sind
ich weiß nicht wie
ich weiß nicht was
ich weiß nur wenn
mal Liebe ist
und wenn sie war
© by SuMuze
среда, 1. октобар 2008.
P. Spinger: Lob der Avantgarde
![]() |
| © by John Sexton |
Lob der Avantgarde
Alle Chöre sind verstummt,
Und es singt nur noch ein Barde.
Die Gesichter sind vermummt.
Hört das Lied der Avantgarde!
„Vorwärts, vorwärts! Immer weiter!,
Seht, der Abgrund ist nicht fern.“ -
Umzukehren wär gescheiter,
Denn vom Himmel fällt ein Stern.
Und ein Chor singt wieder mit,
Bis der Barde ganz verstummt.
Es ist nur noch Dynamit,
Was in seinen Ohren summt.
© by P. Spinger
среда, 24. септембар 2008.
Gabriele Brunsch: Der große Metaphysiker kehrt in die Avantgarde zurück
![]() |
| © by Elena Yarovaya |
Der große Metaphysiker kehrt in die Avantgarde zurück
Er spürte Unmut bei ihrem Anblick.
Die duftig-beflügelten Falter der Nacht
umtanzten die Lichterketten am Stadtrand,
geheimnisumwoben, verführerisch-lockend,
unheilvoll mit der Kraft des Verderbens,
zaubrische Feen, die ihr Leuchten
versprühen. Verschwenden, so oder so.
Er hatte Blumen gekauft vor Unzeiten,
und schob den Gedanken weg.
Ziellos war er gelaufen, verwirrt,
verfangen im Bann der Falter der Nacht.
An seiner Schulter der Hauch einer Hand,
da, sein Gesicht im schimmernden Glas,
gelb wie ein Löwenzahn. Hinfällig gelb.
Plötzlich sucht er Erinnern, die Spur,
tastet nach Wort, Duft und Klang.
Müßig die Sucht nach den Pflanzen,
gestorben, sind weg, einfach weg.
Hatte er nicht gestern erst, dort,
draußen am anderen Ende der Stadt,
fernab, Blumen gelegt an sein Grab,
als der Sarg niedersank, dort,
wo er ist, jetzt, sein bester Freund.
Das ist wohl so: Ein Irgendjemand
stottert ein Trauerlied, und lobt,
nennt Verdienste. Flüchtige Botschaft.
Aber wozu dieser Aufbruch zur Hölle?
Langsam hebt er die Arme, fast theatralisch,
hebt sie und wendet den Blick.
Über den Wolken erzittert ein Stern,
Wegweiser, Seele, lebendig und fein,
strahlt und stürzt auf die Welt.
Vor seinen Fuß. Welche Macht.
Jetzt könnte er ihn zerschmettern.
Mit einem Tritt. Doch wozu?
Wozu denn? Wozu denn noch dieser Tod?
© by Gabriele Brunsch
![]() |
die kleine metaphysikerin sitzt in ihrer küche
es gab mich immer schon
es wird mich immer geben
mit mir begann
in mir befindet sich
was ist und jemals sei
in mir ist alles
kein außer mir
kein über mir
kein nachher
gibt es nie
in meinem leben
© by SuMuze
уторак, 23. септембар 2008.
Jenseits der Steine sind die Steine
![]() |
| Grafische Darstellung: © by Azzarello Rosario - Iceberg |
Jenseits der Steine sind die Steine - hart?
Jenseits der Gesten sind Gesichte - fest?
Ist groß dort groß und ist die Hölle – heiß?
Meta Physik – nach der Natur -
was ist da - Menscheln nur?
Das Sein nicht einmal ist, ist es befragt.
Du denkst – denkst du – doch denk es ich?
Ich denke – ja – du aber - denkst es nicht.
Und doch, ich denke dich auch wenn
ich denke, ach, du denkst mich nicht!
Ich kann das Denken nicht abstellen,
weshalb mir Worte an der Türe
lärmend lachend lügend schellen!
© by SuMuze
субота, 15. децембар 2007.
In Memoriam
![]() |
Die Erinnerung ist das Schönste.
Schöner als die verlebte Zeit.
Denn, das Gute ist geblieben
vergessen nur das Leid
Schöner als die verlebte Zeit.
Denn, das Gute ist geblieben
vergessen nur das Leid
Nicht unbedingt unerwartet, in diesem Moment aber für alle vollkommen überraschend mussten wir Abschied nehmen
Thomas Schulz - ThOsch
* 21.April 1963 + 01.November 2007
* 21.April 1963 + 01.November 2007
verschlossene türen-
das werden und vergehen
mich finster anstarrt-
so alt zu werden
war nicht von mir erwartet-
oh diese kälte
@ ThOsch
31. Oktober 2007
P.S.
…die Nachricht erreichte mich auf Umwege und mit Verspätung…Er wurde im engsten Familienkreis beigesetzt.
понедељак, 18. јун 2007.
недеља, 17. јун 2007.
Die Dinge enthüllen sich durch die Erinnerungen
![]() |
| Matschhase © by Viktoria Weihmann - Vicky |
Die Dinge enthüllen sich durch die Erinnerungen,
die man daran hat.
Sich an eine Sache erinnern bedeutet,
sie - erst jetzt - zum ersten Mal sehen.
die man daran hat.
Sich an eine Sache erinnern bedeutet,
sie - erst jetzt - zum ersten Mal sehen.
Cesare Pavese
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...hier erinnern sich - zum ersten Mal sehen Fabien Tietz, lylo und meine Wenigkeit:
Erdscheibe senkrecht
Mintgrüner Boden
neben mir
während ich auf blauer Birke tanze
und in deine fragenden Augen schaue
nimm mich ernst,
ich bin es nicht.
Fabian Tietz
die welt ist rund
barfuss
mit neugierigen lippen
tanze ich meine fragen
auf die äcker
deiner blühenden landschaft
ich verspreche nichts
erfülle lächelnd
© by lylo
Femme fatale IV
mit sanften Handbewegungen
verlasse ich leicht ansteigende Hügel
im engen Tal deines Unterlandes
den seidenweichen Rasen bewässern
und liebevoll zu pflegen
Miroslav B. Dušanić
erweckt
auf lippenspitzen gehe ich
erklimme den leuchtturm
in den wogen
deiner südlichen meere
traumüber in die gischt
zu stürzen
die mich zum leben erweckt
© by lylo
Femme fatale VI
die Muscheln
in zahlreichen Arten
und Gewässern ansässig
nur in deinem See
perlenbestickt
Miroslav B. Dušanić
meerestiefen
in meinen muscheln
wachsen die perlen
der morgenröte
ein seepferdchen
richtet sich auf
neigt seinen kopf
spiralt seinen leib
ich reite
auf flüssigem samt
in den tag
© by lylo
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