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субота, 30. децембар 2006.

Miroslav B. Dušanić: Ein Brief an Anton Potche


Ein Brief an Anton Potche

Ich würde sagen:

Das Exil befördert den Tod
und nicht nur —

Wer fortgeht — schiebt sich
in einen vagen Himmel

Tief in ihm brütet
seine Lyrik —

Und dann plötzlich
ein goldenes Schweigen

Miroslav B. Dušanić

петак, 2. мај 2008.

Miroslav B. Dušanić: Străinătate în mine

© by Blanca Juan Palau

Străinătate în mine

Am fost în Bosnia.
Cred întradevăr că m-am născut acolo,
dar e mult de atunci.
Un soldat obosit m-a lăsat
să fug printre faguri,
ca tu să mă iubeşti mai departe.
S-ar putea să fi văzut
în mine pe fratele său mai tânăr,
poate vedea părţile total inversate.
Dacă stau azi în faţa oglinzii
trec dintr-o lume în alta
şi şterg sângele
de pe gura împuşcatului.
Şterg grijuliu, foarte grijuliu.
Îl doare.

Miroslav B. Dušanić
/ aus dem Deutschen von Anton Potche /

уторак, 23. октобар 2007.

Miroslav B. Dušanić: Un cânt melancolic de refugiere

© by Deborah Valentine
un cânt melancolic de refugiere

nici o privire ageră
care limpezeşte
de a ascunde nouă
moartea şi sila

fără gânduri
în răsuflarea fugitivă
a nopţii

nimeni

ochii poate să-şi
închidă

refugierea
nu cunoaşte timp

dar răsuflarea ba

Miroslav B. Dušanić

уторак, 15. мај 2007.

Miroslav B. Dušanić: Despărţire

Słoneczna lewitacja © by mówisiętrudno (nataliasz)

Despărţire

ea încearcă să se apere
câteodată – mai mult decât
numai un moment greu

în elanul nou
durere – nemilos

tot ce răsuflă prinde
nu pe neaşteptate
nu surprinzător în lumină

umbra pierde
puterea sa demonică

Miroslav B. Dušanić

петак, 9. фебруар 2007.

Exillyrik


Servus Miroslav!

Es ist ja nichts Alltägliches, sich in einem Gedicht – mehr denn je sogar im Titel, als wie manchmal üblich in einer Widmung – wiederzufinden. Herzlichen Dank!

Ich kenne und schätze diese Lyrik, und nicht nur weil ich in ihr eine Fortsetzung der deutschen Exilliteratur sehe. Sie scheint mir auch mehr als ein Kometenschweif einer schmerzhaften, aber literarisch umso produktiveren Zeit der deutschen Literatur zu sein. Dazu sind diese Verse zu tiefgehend. Der von ihnen verkörperte Schmerz kann nur als Resultat seelischer Konvulsionen, aber nie als künstlerischer Gegenstand empfunden werden. Ich wage einfach die Behauptung, dass auch Menschen ohne Exilerfahrung beim Lesen dieser Gedichte – nicht nur des einen - so oder zumindest so ähnlich empfinden könnten. Wir befinden uns schlicht und einfach im „weiten Feld“ der deutschen Gegenwartslyrik, hier speziell jener „von den Rändern“, wie sich ein ZEIT-Kolumnist kürzlich ausdrückte.

Bei mir tritt im Beisein dieser Verse das Verständnis in den Vordergrund. Als Aussiedler kann ich intuitiv die Beweggründe für eine solche Lyrik begreifen, obwohl ich zum Mitfühlen meine Phantasie schon ein wenig bemühen muss, wobei ich die Verse eines Miroslav Dusanic von jeder billigen Gefühlsduselei freigesprochen wissen will. Begründbar ist dieses „nur bedingte“ Mitschwingen im sentimentalen Bodensatz einer solchen Lyrik – worin eigentlich ihre Andersartigkeit ruht – einfach durch den Unterschied der Realitätswahrnehmung eines Aussiedlers (zu denen ich mich rechne, wobei ich auch hier unter den Nostalgikern und den Realisten unterscheiden will) und eines Exilanten.

Tod, Himmel, Lyrik und Schweigen können durch wenige Verbindungswörter nur dann zu einer Gefühle auslösenden Symbiose gedeihen, wenn sie einem tiefen Schmerz des Verlustes entspringen. Man darf mir das wirklich glauben, ich kann das ohne besondere Anstrengung (mit dem erwähnten Phantasieimpuls) nachempfinden. Es ist ein ehrliches Tangieren eines Gefühls, das ich besonders bei älteren Menschen aus meinem Verwandten- und Bekanntenkreis kenne: die bis ins Verklärte steigerbare Sehnsucht nach einer verlustig gegangenen Heimat.

Nein, nicht der Ort oder im weiteren Sinn der Raum, ob Bukowina oder Bosnien, brachte eine Rose Ausländer zum Schreiben und treibt einen Miroslav Dusanic zur Feder; es ist der Verlust des Raumes, der Lyrik gebärt. Europa, die alte Dame, ist an den Grenzen der Bukowina und an jenen Bosniens angekommen und wird auch diese Regionen eines Tages zu ihrem Völkerreichtum zählen. Die deutsche Literatur könnte dann aber um einen gefühlsbetonten Themenkomplex ärmer werden.

Anton Potche

субота, 23. фебруар 2008.

Miroslav B. Dušanić: plasă de captură împletită cuvânt cu cuvânt


a savurat îndrăgostit de cuvinte tăcut
invadarea sunetelor
declaraţiei ei de dragoste: plasă de captură
împletită cuvânt cu cuvânt
ca o rugăciune inima lui
pâlpâie sunet cu sunet
şi se străpunge înăuntru

Miroslav B. Dušanić
(aus dem Deutschen von Anton Potche)


Skulptur: © by Tamara Lunginović

Tamara Lunginović: Born 1969 in Vukovar. 1990 graduated in High school "kollegium Karl Borromaus" in Altdorf/Switzerland. Graduated at Academy of Arts in Novi Sad in 1997, on desk of sculpture. Since 2000, she is a member of artistic association of Switzerland (Visarte). Lives and works in Switzerland - Lutry.